Basic.

Columbia Pictures präsentiert einen Myterythriller mit einer Laufzeit von 98 Minuten. In den Hauptrollen: John Travolta (Face/Off), Connie Nielsen (Glasdiator) und Samuel L. Jackson (xXx). In den Nebenrollen: Giovanni Ribisi (Heaven), Roselyn Sanchez (Rush Hour 2), Taye Diggs (Equilibrium) und Brian Van Holt (Windtalkers).

Das geile an Basic ist das Spiel, dass der Film mit Dir spielt. Wie in Die Üblichen Verdächtigen versucht man zu verstehen, warum was passiert und welchen Zusammenhang es hat. Und rätselt. Und rätselt…

Aber zuerst ein paar Worte zur Story: Wir finden uns in Panama wieder, wo Seargent Nathan West (verdammt gut: Sam Jackson) mit seinen Rangers ein Training im Dschungel durchführt. Punkt 1800 werden sie angesetzt, und Punkt 2400 in der Nacht sollen sie wieder aufgepickt werden. Doch von den sieben kommen nur drei zurück, und einer dazu noch angeschossen. Und direkt vor dem landenen Hubschrauber erschiesst auch noch einer der Rangers einen anderen, so dass es nur zwei lebend zum Camp zurückschaffen.

Was ist da passiert, in diesen 6 Stunden?
Warum sind 5 Leute gestorben, bei diesem eher harmlosen Training?

Das wüsste auch gerne der Chef vom Militärstützpunkt, und so ruft er sofort den DEA Agenten Tom Hardy (cool wie seit Face/Off nicht mehr: Travolta) zu Hilfe, um in den ihm verbleibenden 4 Stunden, bis er den Vorfall melden muss, wenigstens aufzuklären, was passiert ist. Hardy wurde auch unter West’s extrem harter Hand trainiert, und findet sofort einen Weg, um die zwei Überlebenden zum reden zu bringen – ganz zum erstaunen der jungen Lt. Julia Osborne, die anfangs nicht von Hardy überzeugt war, und es nicht geschafft hatte.

Doch die Story’s, die die beiden erzählt bekommen, unterscheiden sich erheblich voneinander – und die eigentliche Lösung scheint ganz wo anders zu liegen, wie sie langsam rausfinden müssen. Und so graben die beiden sich vor, verhören Leute, und kommen der Lösung näher – oder auch nicht?

Der Film lebt von seinen Wendungen. Und die kommen nicht nur einmal, oh nein, die kommen alle drei Minuten, so dass man nur noch am nachdenken und mitforschen ist. Und Travolta beim forschen macht auch verdammt viel Spass – er spielt so gut, so cool, eine Meisterleistung. Das ist der Travolta, der mich auch in Face/Off und Swordfish überzeugt hat. Der coole Travolta. Und der coole Sam Jackson ist auch nicht zu verachten, er kommt fast genauso böse rüber wie der Seargent aus Full Metal Jacket – auch wenn er wesentlich weniger Szenen hat. Connie Nielsen als die ratlose Julia bringt auch eine Klasse Leistung, mit ihr identifiziert man sich eigentlich am meisten, weil sie genausoviel weiss wie der Zuschauer.

Noch ein Wort zum Soundtrack, den der hat mir auch unheimlich gut gefallen: Nachdem der Film mit einer bekannten Symphonie anfing, deren Name mir einfach nicht einfallen will, ging es über Moby und Rock weiter. Ein irrer Soundtrack, obwohl er eigentlich nicht so wichtig ist – die Story zählt wesentlich mehr. Trotzdem erwähnenswert.

Also, wer Filme wie Die Üblichen Verdächtigen zu schätzen weiss, wird Basic lieben. Und rätseln. Und verdammt viel Spass daran haben!

About the author

Jakob Montrasio

2005 nach Shanghai gezogen. Firma gegründet, Filme geschrieben und gedreht. Jetzt wieder in Deutschland, mit Frau und Tochter.

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