Le Boulet.

Le Boulet ist der Versuch, die guten alten Belmondo Filme wieder auferstehen zu lassen. Doch dies scheitert an mehreren Punkten:

Da wäre erstmal die krude Story: Der pseudocoole Gangster Mortés wird zu sieben Jahren Haft verurteilt, nachdem er einen untreuen Gangster erschossen hatte. 47 Tage vor Entlassung gewinnt er 15 Millionen Euro im Lotto – doch ab dem Tage kommt der Wächter, der regelmässig für ihn spielt, nicht mehr zur Arbeit. Montés denkt natürlich, er sei mit seinem Geld abgehauen – doch das ist er natürlich nicht, sondern seine Frau. Die fährt mit dem Lottoschein bei der Dakar Rally durch Afrika – da hetzten Mortés und Wächter Reggio natürlich hinterher. Hinter den beiden ist wiederrum ist Turk her, der an Mortés noch Rache für die Ermodung seines Bruders ausüben will. Soviel zur etwas zu abgespacten Story…

Dann verdirbt der Versuch, mit Musik und Effekten einen Blaxpotation Film herzustellen, den Stil vom Film komplett. Übrig bleiben schlechte Haupt- und Nebendarsteller, nur der böse Gangster Turk schafft es, zu überzeugen. Und das einzige, was den guten alten James Bond Gegener Beisser dazu veranlasst haben könnte, bei diesem Quatsch mitzumachen, ist ein leeres Bankkonto.

Gut, ein paar Witze sind okay, wie zB der Kurd Running Gag. Auch die Riesenradszene ist fett gemacht, der Film hat auch ein paar gute Momente. Als Standalone Action Movie hätte er vielleicht einen Punkt mehr bekommen, aber die dauernden Versuche, einen zeitlosen Klassiker zu machen, in dem alte Filme kopiert werden, scheitert kläglich…

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Jakob Montrasio

2005 nach Shanghai gezogen. Firma gegründet, Filme geschrieben und gedreht. Jetzt wieder in Deutschland, mit Frau und Tochter.

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