A Tale Of Two Sisters.

Regisseur Ji-woon Kim scheint verstanden zu haben, dass in den letzten drei Jahren viele gute und weniger gute Geisterfilme ala The Ring und The Eye gemacht wurden – und dreht einen weiteren! Aber Kims Geisterfilm ist glücklicherweise eine intelligente Reaktion auf die vorhandenen Filme, und kopiert die Spannungs- und Schockeffekte nicht blöde, sondern setzt sie an völlig unerwartete Punkte, und kann damit selbst Fans des Genres nocheinmal erschrecken.

Wie der Titel schon sagt, geht es um zwei Schwestern, deren Mutter verstorben ist und die nicht ihre neue Stiefmutter akzeptieren wollen. Diese verzweifelt immer mehr an deren Hartnäckigkeit und greift zu immer drastischeren Mitteln, um ihre Autorität zu zeigen – bis zum bitteren Ende… Wenn man hier mehr von der Story erzählt, würde man die Überraschungen stehlen.

Die ruhige Erzählweise, kombiniert mit den wunderschönen Bildern und der glücklicherweise sehr zurückhaltenden Filmmusik ergibt ein Horrogemisch höchster Qualität. Ein Hollywood Remake wird sicherlich (und leider) nicht lange auf sich warten lassen!

Tolle Darsteller, viele Wendungen und brutale Schockeffekte machen diesen Film zu meiner neuen Nummer Eins im Geisterfilm-Genre. Filme wie The Others, The Sixth Sense oder The Eye sehen blass dagegen aus! Bei der Berlinale wurde der Film bereits gefeiert und gelobt, hoffen wir auf einen weiten Kinostart in Deutschland.

Alleine schon wegen der letzten 10 Minuten ist dieser Film absolut empfehlenswert. Wer sich mit Geisterfilmen vertraut machen will, sollte zu diesem Meisterwerk greifen! Unbedingt ansehen, sofern sich die Möglichkeit ergibt!