Club Dread.

Nach dem superwitzigen Super Troopers war klar, dass die Gruppe Broken Lizard eine Menge frischen Humor hat. Fox war so mutig, und drückte ihnen ein Budget für den nächsten Film in die Hand, nachdem Super Troopers relativ erfolgreich in Amerika gelaufen war. Heraus kam Club Dread…

Club Dread springt halb auf die Scary Movie Schiene auf, Broken Lizard wollten eine Scream-Horror-Verarsche bzw. Komödie drehen – heraus kam jedoch mehr ein Scream Film mit Humor Elementen. Die Story ist relativ simpel: Coconut Pete, der ein paar erfolgreiche Lieder geschrieben hat, setzt sich auf einer Insel in Costa Rica zur Ruhe und organisiert dort Abenteuerurlaube für amerikanische Touristen. Um ihn herum sind seine völlig verrückten Mitarbeiter, ein britischer Tennisspieler, ein Masseur, eine Sporttrainerin, ein Fun Cop, ein Entertainer, ein DJ und ein paar andere Figuren. Viel Wert legte Broken Lizard auf diese Charaktere, sind sie doch total unterschiedlich in Aussehen, Sprache und Verhalten. Allerdings sind nicht alle wirklich lustig, allein der britische Tennisspieler kann mit jedem Satz punkten.

Da es sich um eine Horrorkomödie handelt, beginnt das Morden relativ schnell, und nach und nach werden immer mehr Mitarbeiter getötet – anscheinend nach einem Lied von Coco Pete, welches mit den Zeilen “and then we’re all going to die…” endet. Die Szene, in der die ganze Truppe das Lied analysiert, ist auch eine der witzigsten im ganzen Film. Allerdings ist der Humor, wenn er überhaupt mal da ist, ziemlich flach und, naja, unlustig, billig. Zuviele Witze ala American Pie, die man in den letzten Jahren schon zu oft gesehen hat, die auch in leicht abgewandelten Variationen keinen Spass mehr machen.

Was wiederrum überzeugen kann, sind die Schockeffekte, diese sind häufig und ziemlich böse plaziert. Letztendlich kann man diesen Film jedoch gleich wieder vergessen, da er sich nicht richtig entscheidet, was er sein will, zu unlustig ist und für einen Horrorfilm zu blöde.

Hoffen wir, dass Super Troopers keine Eintagsfliege war und das Broken Lizard mit ihrem nächsten Film wieder überzeugen können. Die Jungs haben es drauf, aber die Dreharbeiten haben bestimmt tausend mal so viel Spass gemacht als der Film selber.