Catwoman.

Nun läuft er also im Kino, der Film, der bereits im Vorfeld auf tausenden von Webseiten wegen u.a. dem Kostüm von Halle Berry zerissen wurde, ohne das überhaupt ein Schnipsel Film gezeigt wurde. Zu recht? Allerdings. Catwoman ist, wie eine wilde Katze im Gesicht zu haben. Die Dialoge sind noch einigermassen okay, aber die Story und die spannenden Szenen sind nicht einmal annähernd so gut gemacht wie das Comic von Bob Kane.

Ja, der Film hat atemberaubende Kamerafahrten, auch die Effekte überzeugen teilweise – aber den Film rettet das leider nicht. Auch Halle Berry zeigt wieder einmal, dass sie den Oscar zu Recht bekommen hat, sie spielt den Charakter Patience Phillips mit viel Elan und überzeugt auf voller Linie. Was den Film schlecht macht, sind das Drehbuch und die Kampfszenen. Circa vier verschiedene Moves hat Catwoman drauf, und diese benutzt sie den ganzen Film über. Hallo, da hätte man ruhig etwas kreativer sein können! Ist das Catwoman oder Judowoman?

Den Charakter von Benjamin Bratt, Tom Lone, hätte man auch ruhig etwas realistischer gestalten können – wer würde denn seine eigene Freundin verhaften? Völlig Hollywood. Bis auf Sharon Stones Figur Laurel Hedare schwimmen sowieso alle Nebenfiguren an der Oberfläche – die nette Arbeitskollegin, die Bösewichte, die Polizei, …

Leider merkt man auch nicht den französischen Einfluss von Regisseur Pitof, der vor drei Jahren noch mit seinem Bonbon für die Augen Vidocq (Link führt zur Kritik) auf dem Fantasy Filmfest überzeugen konnte. Wenn wenigstens so etwas wie Alien: Ressurection herausgekommen wäre… Aber dass die Studiobosse bei so einem teuren Film den Leuten ins Handwerk pfuschen, merkt man spätestens bei dem grauenhaft unpassenden R’n’B Soundtrack zum Film.

Das einzig richtig gute ist Halle Berry in Nahaufnahme im Catwoman Kostüm – schnurrr. Aber von Halle gibt es ja bereits überall Bilder…

, , , ,