Ab-Normal Beauty.

Da haben sich die Pang Brüder, bekannt für THE EYE, mal wieder was nettes ausgedachte: Junge Kunststudentin entwickelt ein Faible für Fotos, auf denen man tote Tiere und Menschen sieht. Doch man sollte nicht mit den Toten spielen, so etwas kann schnell nach hinten losgehen – und auch noch Freunde mit hereinreissen…

Wer hier einen Geister-Film wie THE EYE erwartet, liegt allerdings falsch. Den Film als realistisch zu betiteln wäre vielleicht übertrieben, aber diesmal kommt Oxide Pang ohne Hokuspokus und sonstige übersinnliche Erklärungen aus.

AB-NORMAL BEAUTY ist der Titel, und ab-normal schön ist er auch gemacht: Die Farben, Kameraeinstellungen, Hauptdarstellerinnen, alles wirklich wunderschön gemacht. Auch der Soundtrack, der an manchen Szenen die Emotionen der Hauptdarstellerin hörbar macht, ist einer der besten, den ich je in einem asiatischen Film gehört habe.

Gute Nerven sollte man dennoch haben, denn wenn am Ende ein Videoband vor der Tür liegt, kann sich bei dem einen oder anderen schon der Magen verkrampfen. Die Gewaltszenen sind exzessiv und grausam. Die während dem Film eingestreuten Schock-Szenen funktionieren wunderbar, der Film ist konstant spannend und mitreissend. Und das Ende war wirklich unerwartet… Daran hatte man nicht gedacht.

Tja, die Pang Brother sind immer noch innovativ und zeigen den Kollegen aus Hollywood, wo es in Sachen Psycho-Horror langgeht. So eine tolle Aufnahme, wie die bei der “vom-Dach-werfen” Selbstmörder Szene, hat man schon lange nicht mehr gesehen. Wer bei diesem Film keine Gänsehaut an der einen oder anderen Stelle bekommt, sollte aufhören, sich komplett zu rasieren!