Hangzhou: Einfach nur schön.

Was für eine Stadt! Hangzhou ist an einem See entstanden, und hat sich langsam um diesem herum entwickelt. Es gibt kein richtiges Zentrum, da sich die Stadt um den See herumschlängelt. Statt dessen gibt es laaaaange Strassen, viele Menschen und eine traumhafte Atmosphäre.

Nach einer ziemlich holprigen Busfahrt (ich habe ja bereits den Verkehr beschrieben) trafen wir mittags am 26. November 2005 in Hangzhou ein. Als erstes gingen wir einen Snack essen, in der Gegend ist auch das obere Foto entstanden. Anschliessend liefen wir durch diese Verkaufsstrasse Richtung Park beziehungsweise See, und namen ein Boot um auf die andere Seite zu kommen. Denn dort befand sich das beste Restaurant der Stadt…

Am nächsten Tag unternahmen wir noch eine kleine Stadtrundfahrt. Kleine, da wir beide total erschöpft waren. Schuld daran war mehr oder weniger ich: Mir ist die PIN Nummer von meiner zweiten Bankkarte nicht mehr eingefallen (Bis jetzt immer noch nicht! Scheisse!), und so mussten wir auf meine Barreserven zurückgreifen. Die waren wegen dem teuern Ningbo nicht sehr hoch, so dass ein Hotel ausser Frage war (zumal meine Begleitung auch noch auf zwei Einzelzimmer bestand, verdammt). Doch in der Not hat man die verrücktesten Ideen: Wir kauften zwei Tickets für ein Kino, in dem man so viele Filme gucken kann, wie man will (“Overnight-Cinema”), und haben in diesem gepennt! Haha! So etwas beklopptes habe ich noch nie gebracht. Werde ich mal meinen Kindern erzählen. Falls ich mal welche habe.

Anyway, so richtig gut schlafen kann man in einem Kinositz nicht, musste ich feststellen. Drei Stunden Schlaf waren aber immerhin drin. Die ersten beiden Filme habe ich mir sogar angeguckt (A World Without Thiefes, brilliant, und Trapped, grauenhaft) – aber bei Wong Kar Wei bin ich dann tatsächlich eingenickt. Ab und zu bin ich wegen irgendeiner Schiesserei oder Explosion aufgewacht, aber der einzige Film, den ich erkennen konnte, war Sin City. Auf chinesisch klingt Bruce Willis wie ein Baby!

Nach der Sitzfleischsession haben wir das Kino verlassen und erstmal einen Ort zum frühstücken gesucht. Ist nicht einfach, morgens um 6 Uhr was zu finden! Aber um 7 saßen wir in einem Hotelrestaurant und haben uns über das Buffett hergemacht.

Anschliessend ging es zu einem hübschen Tempel.

Tja, das war er, der schöne Trip. Macht übrigens Spass, bei 22 Grad herumzulaufen. Oh, das war böse. Aber kann ja sowieso niemand in Deutschland lesen. Hat ja niemand Strom…

Hangzhou, ich sage nicht Good Bye, sondern Bis Bald!

Bilder gibt es bei flickr.