KRAKEN

“Das Artefakt gehört in ein Museum”! Oh bitte, was für eine Vergewaltigung von Indiana Jones Sprüchen haben sich denn die Macher dieser Katastrophe erlaubt? Der 12 Jahre alte Junge Ray muss miterleben, wie seine Eltern während einer Bootsfahrt von einem riesigen Tintenfisch gefressen werden. Viele Jahre später ist aus ihm dann ansehnlicher Mann geworden, dargestellt durch Charlie O’Connell, der, falls er seine Schauspielkarriere weiter verfolgt, noch herbste Kritik ernten wird. Zufälligerweise, und in diesem Film ist einiges zufällig, was eigentlich schon genug sagt, trifft er auf Nicole, die zufällig eine Maske aus einer alten griechischen Sage in einem See in Kanada gefunden hat, und dabei einen riesigen Tintenfisch gesehen hat. Natürlich ist Rays Charakter ein moderner “Batman” und will seit dem Tode seiner Eltern jenen mysteriösen Tintenfisch auf seinem Essteller sehen. Zusammen mit Nicole und ihrer Crew begibt sich Ray auf die Fischjagd… Später mischen sich noch mehr Figuren ins Spiel, unter anderem ein griechischer Pirat, herrlich überdreht gespielt von Jack Scalia. Was für eine an den Haaren herbeigezogene Scheisse! Wesentlich Abwechslungsreicher sind zum Beispiel die Schwimmflossen und Neopren-Anzüge, die mit jedem Schnitt die Farbe ändern. Auch grossartig sind die Kostüme: Leicht unterscheiden kann man zwischen den Helden, die entweder […]

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THE DOOR

Wie auch schon der chinesische Überraschungserfolg des letzten Jahres, CRAZY STONE, entstand der Horrorfilm THE DOOR in Chongqing, einer Metropole mit 32 Millionen Menschen. Der perfekte Ort, um einen Charakter aufzubauen, um welchen herum sich dauernd alles im Wandel befindet, nichts stetig ist, und man sowohl Job als auch die Liebe leicht verlieren kann – und zum Psychopathen wird. Regisseurin Shaohong Li inszeniert eine tragische Geschichte um die Figur Jiang herum, hervorragend verwirrt gespielt von Chen Kun, der innerhalb kürzester Zeit seinen tollen Job verliert, ausgerechnet, weil sein bester Freund seine Firma aufkauft. Und er auch noch von seiner langjährigen Freundin verlassen wird, die natürlich, wie das Schicksal es will, jenen besten Freund heiratet – des Geldes wegen, wie Jiang vermutet. Tagelang sitzt er in seinen tristen Wohnung herum, nur durch Glas von der hektischen Aussenwelt abgeschirmt, und verliert langsam seinen Verstand. In bestem Cronenberg-Stil wird der Zuschauer durch trickreiche Rückblenden und ersonnene Fantasien in die Gedanken-Abgründe Jiangs gezogen. Durchgehend hört man als Voice-Over Jiangs Gedanken, seine Gefühle und Emotionen, und kann so leichter nachvollziehen, was geschieht. Bis zum unglaublichen Twist während des Showdowns verfolgt man Jiang, und wie er vergeblich versucht, die Abläufe und Entscheidungen seiner Freunde zu verstehen, […]

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.45

Milla Jovovich hat sich in den 90ern als fünftes Element etabliert und ist seit den “Resident Evil” Verfilmungen auch Horrorfans bekannt. In dem Drama .45 zeigt sie nun ihre ungeschminkte, schlampige und verletzliche Seite. Sie spielt Kate, die ihrem grobschlächtigen, großmäuligem und gewalttätigem Freund Big Al (grossartig: Angus Macfadyen) bei seinen kleineren Verbrechen hilft, etwa dem illegalen Verkauf von Pistolen oder geklauten Toastern. Doch ihr kleines, angenehmes Verbrecherleben zwischen Bett, Bar und Kunden hat ein abruptes Ende, als sie sich auf einen blöden Deal einlässt und ihren Freund hintergeht. Big Al findet es natürlich heraus und verprügelt sie fast zu Tode. Mit der Unterstützung von ihrem Freund Reilly (Stephen Dorff), ihrer lesbischen Freundin Vic (Sarah Strange) und der Sozialarbeiterin Liz (Aisha Tyler) schmiedet Kate daraufhin einen Plan, um sich endgültig von Big Al trennen zu können… Ein Film, der mit dem Satz “Big Al hat einen riesigen Schwanz” beginnt, geht ein großes Risiko ein. Denn auf der einen Seite lacht man sich kaputt über die extrem echte und drastische Sprachweise der Darsteller, auf der anderen Seite wird man dann plötzlich mitten im Film mit einer unglaublich schockierenden Verprügelungs-Szene konfrontiert, dass einem so richtig das Lachen im Hals stecken bleibt. Der […]

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