Everything from:Film

Ich verbringe gefühlt mein halbes Leben mit Filmen – dem konsumieren als auch dem produzieren.

Ultraviolet

Regisseur Kurt Wimmer ballerte sich 2002 mit seinem Spektakel „Equilibrium“ vor allem dank des charismatischen Hauptdarsteller Christian Bale und den exzellenten Kampfeinlagen in die Herzen der Actionfans. Mit „Ultraviolet“ wollte er, deutlich sichtbar, seinen vorgegangenen Film toppen: Mehr Geld, mehr Story, mehr Action. Milla Jovovich war von Anfang an als Hauptdarstellerin geplant, und bekam auch den Zuschlag. Sie spielt Ultraviolet, eine „Hemophage“, einen von einer Art Vampir-Virus befallenen Menschen. Die Hintergrundstory: Ein in Osteuropa entdeckter Virus wird von der Regierung missbraucht, um „Supersoldaten“ zu kreieren – schneller, stärker und intelligenter als normale Menschen. Doch der Virus macht sich breit, und die Regierung bekommt Panik vor der immer größer werdenden Masse an „Supermenschen“ – und will sie ausrotten. Dass Wimmer mit dieser Story eine mentale Brücke zu Deutschlands dunkler Vergangenheit mit den Nazis und Juden aufbauen will, merkt man spätestens bei der Szene mit dem „Lager, in welches die Infizierten transportiert wurden, und niemand wieder herauskam“. Etwas mehr Kreativität und eigene Ideen hätten nicht nur der Hintergrundgeschichte, sondern auch dem Film selbst gut getan: Ultraviolet ballert sich 84 Minuten lang, mit einem Jungen an der Seite, der eine gefährliche Waffe sein soll, bis zur Spitze der Regierung durch, um den wahnsinnigen […]

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Stephen King’s Desperation

Ein junges Ehepaar fährt durch die Wüste von Nevada, ist auf dem Weg zu einer Hochzeit. Plötzlich werden sie vor der Kleinstadt Desperation von einem Polizisten angehalten, der im Kofferraum ihres Autos auch noch einen Batzen Marihuana findet. Obwohl sie immer wieder behaupten, keine Drogen zu nehmen, geschweige denn es sich um ihr Marihuana handelt, nimmt der Polizist sie mit zur Wache. Bereits auf der Fahrt dorthin verstehen die beiden, dass etwas nicht stimmt: Die Stadt ist leer und verlassen, überall stehen merkwürdig ruhige Tiere am Straßenrand. Auf der Wache bestätigt sich dann alles: Der verrückte Polizist hält hier wahllos Menschen gefangen. Nach einer Befreiungsaktion, an der alle Gefangenen teilnehmen, entdecken sie schließlich, was es mit dem Ort auf sich hat: Ein Dämon namens Tak ist in einer Mine erwacht, und giert immer mehr nach neuen Körpern für seine Seele… Nun muss die Gruppe gemeinsam einen Weg finden, den Dämonen zu besiegen, und am Leben zu bleiben, da immer wieder besessene Tiere Angriffe auf die Gefangenen starten. Bei den Filmadaptionen von Stephen Kings Büchern gab es in der Vergangenheit sowohl angenehme als auch unangenehme Überraschungen. Gerade die TV-Verfilmungen mit ihren niedrigen Budgets konnten den Visionen Kings oft nicht gerecht werden. […]

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A Sound Of Thunder.

Peter Hyams ist der absolute Regisseur der Mittelmäßigkeit. Mit Titeln wie TIMECOP oder END OF DAYS kam er sogar schon ins Kino – aber mit A SOUND OF THUNDER hat er nun nach vier Jahren Abwesenheit einen weiteren belanglosen, kurzfristig unterhaltenden kleinen SciFi Film direkt auf DVD raus gebracht. Edward Burns spielt den pseudo-coolen Hauptdarsteller Travis Ryer, der in der Zukunft reichen Menschen via Zeitreise die Jagd auf Dinosaurier ermöglicht – unfreiwillig. Sein Boss Hatton, schmerzhaft schlecht gespielt von Ben Kingsley, will einfach nicht auf ihn hören, und so passiert, was passieren muss: Ein menschlich verursachter Fehler während einer Zeitreise in die Vergangenheit verändert die Zukunft auf drastische Art und Weise. Was anfangs eine wunderschöne Stadt ist, wandelt sich plötzlich während sogenannter “Zeit-Warps” in einen riesigen Zoo um, in dem “Affentiger”, oder was auch immer das sein soll, Jagd auf Menschen machen. Die Idee und das Drehbuch sind wirklich nett und relativ originell. Doch Berichten zufolge ging den Machern das Geld aus, so dass sie in Sachen Effekten einen Gang runterschrauben mussten. So wirkt A Sound Of Thunder mehr wie ein überlanges Videospiel-Intro als ein Film. Fazit: Ausleihen: Fans von SciFi, ja. Kaufen: Nein! […]

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Deaden.

In ‚Deaden‘ übt Rayne Rache an den Gangstern aus, die seine Ehefrau und sein ungeborenes Kind umbringen, nachdem sie ihn als verdeckten Ermittler enttarnen. Die ersten zehn Minuten des Films zeigen sogleich eine der brutalsten Sequenzen, die man je gesehen hat. Wie bei diversen Szenen in Gaspar Noés „Irreversible“ möchte man am liebsten weggucken, doch sie rechtfertigen den anschließenden Amoklauf des Hauptdarstellers: Raynes Frau wird nicht nur vergewaltigt und mit einem Baseballschläger misshandelt, sondern auch ihr Baby wird durch aufschneiden des Bauches abortiert. Rayne wird gezwungen, sich das alles anzusehen, wird dabei gefoltert, verprügelt, und bekommt am Ende einem Pfeil in den Kopf (Rayne-Darsteller Fallon rezensiert Horrorfilme unter dem Pseudonym „Arrow In The Head“) und wird in einen Fluss geworfen. Doch er überlebt und wird im Krankenhaus wieder zusammengeflickt. Kaum erwacht, zieht er los, um einen Gangster nach dem anderen auf mindestens genauso grauenhafte Weise umzubringen… Ein Geheimnis aus der Story und ihren Beweggründen für diesen Film machten weder Regisseur Christian Viel noch John „Rayne“ Fallon: In diversen Interviews gaben sie an, dass sie das „The Punisher“ Remake von 2004 mit Thomas Jane und John Travolta viel zu weich fanden, und mit ihrem Film Deaden einen „richtigen“ Rachefilm machen wollten. […]

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Der Fluch der Goldenen Blume – Curse of the Golden Flower

Nachdem Regisseur Zhang Yimou sich mit den Filmen Hero und House Of The Flying Daggers international einen Namen gemacht hatte, bekam er für sein neuestes Werk berühmte Altstars als Schauspieler: Zum einen Gong Li, die man zuletzt neben Colin Farrell und Jamie Foxx in Miami Vice sehen konnte, sowie Chow Yun Fat, berühmt durch John Woos ältere Actionklassiker als auch Ang Lees Crouching Tiger, Hidden Dragon. In Curse Of The Golden Flower erzählt er die Geschichte des chinesischen Kaisers Ping (Chow Yun Fat) und seiner Königin Phoenix (Gong Li), die sich durch Geheimnisse und Verrat gegenseitig beiseite schaffen wollen. Wie in einem Schachspiel folgt Wendung auf Wendung, der Zuschauer erfährt immer mehr über die Hintergründe des Kaisers, der Kaiserin und deren drei Kinder, von denen eines aus einer früheren Beziehung des Kaisers stammt. Während die Kaiserin nie das Herz des Kaisers gewinnen konnte und daher seit Jahren in Trauer lebt, sucht die frühere Frau des Kaisers Vergeltung, und die Kinder werden von den beiden Mächtigen wie Krieger eingesetzt, um die eigenen Interessen zu verfolgen. Zu wirr und komplex ist die ganze Geschichte, um sie in wenigen Sätzen wiedergeben zu können, aber im Film funktioniert sie ganz hervorragend. Wer jedoch unglaubliche […]

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Guta – A Bloody Aria

Eine blutige Arie verspricht der Titel, und eine blutige Arie bekommt der Zuschauer auch! Guta, so der koreanische Titel, ist der zweite Film von Regisseur Shin-yeon Won nach The Wig. Die Story von Guta – A Bloody Aria ist recht simpel: Ein Musik-Professor und seine Studentin sind auf dem Autobahn nach Seoul unterwegs, die Studentin hat wohl gerade für eine Oper oder ähnliches vorgesungen. Doch dann überfährt der Professor unabsichtlich eine rote Ampel, nachdem er mal wieder unachtsam auf die langen Beine seiner hübschen Studentin geguckt hatte – und schon hat er einen Polizisten im Nacken. Zwei Strafzettel bekommt er, und regt sich sichtlich darüber auf – so sehr, dass er letztendlich den Polizisten beleidigt und davon rast. Um sich mit seinem wundervollen weißen Benz vor dem Polizisten zu verstecken, macht er Halt auf einer Art Parkplatz nahe einem Fluss. Kaum zehn Filmminuten später ist es dann auch schon so weit, und die Tragödie beginnt: Der Professor versucht, die Studentin zu vergewaltigen. Doch diese schafft es, ihn abzuwimmeln – fürs erste. Doch kaum versteht der Professor, dass die Studentin noch Jungfrau ist, versucht er zum zweiten Male, sie zu vergewaltigen. Das liest sich jetzt bestimmt verrückt, ist aber mit so seltsamer […]

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龍虎門 Lung Fu Moon – Dragon Tiger Gate

„Fritten“ wurden sie zu meiner Zeit in den 90ern genannt, jene werte Mitschüler, die sich der extrem stumpfen elektronischen Musik hingaben, seltsame Frisuren trugen und zu chemischen Drogen nicht nein sagten. Wie soll man einen Film wie Dragon Tiger Gate objektiv rezensieren, indem die Hauptdarsteller eben wie jene „Fritten“ aussehen, in Kappa-Klamotten durch die Gegend rennen, Kilogramm von Haargel in auf ihren Köpfen mit sich rumschleppen und Dialoge aussprechen, als ob ihr Gehirn ausschließlich von chemischen Substanzen geleitet wird? Es ist schwer, aber ich versuche es trotzdem. Nicht falsch verstehen, gefreut habe ich mich ja auf diesen Film, vor allem, weil sich Regisseur Wilson Yip zuletzt mit dem brachial guten Actionthriller SPL (auch bekannt als „Sha Po Lang“ oder „Kill Zone“) in mein Herz geprügelt hat. Beziehungsweise Hauptdarsteller Donnie Yen, welchen man ja eigentlich auf der Leinwand gesehen hat, der in Tsui Harks Seven Swords bereits positiv auffiel und der in Tiger Dragon Gate wieder mehr mit seinen Fäusten als mit seinem Mund diskutiert. Doch sowohl die völlig armselige Story als auch die seltsamen Locations (Hongkong, dann ein computergeneriertes Zukunfts-Hongkong, dann ein alter Tempel, ein Schloss, eine Villa? Was bitte?) machen genauso wenig Sinn wie die Figuren. Hatte ich bereits erwähnt, […]

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