Everything from:Film

Ich verbringe gefühlt mein halbes Leben mit Filmen – dem konsumieren als auch dem produzieren.

Angel-A.

Oh mein Gott. Dass Luc Besson seit “The Messenger: The Story of Joan of Arc” im Jahre 1999 bei keinem Film mehr – bis Angel-A nun – Regie geführt hat, erwähnte ich bereits in meinem Bandidas Review. Aber bei wie unglaublich vielen Filmen er in den sechs Jahren Abwesenheit als Produzent oder Co-Produzent an Bord war, ist mir erst seit einem Blick in sein IMDb Profil klar: Taxi 2, The Dancer, Exit, 15 août, Kiss of the Dragon, Wasabi, Chaos and Desire, Peau d’ange, Blanche, The Transporter, Ong-bak, Rire et châtiment, Taxi 3, Happiness Costs Nothing, I, Cesar, Tristan, Fanfan la tulipe, Les Côtelettes, High Tension, Cheeky, Michel Vaillant, Crimson Rivers 2: Angels of the Apocalypse, À ton image, Mensonges et trahisons et plus si affinités…, New York Taxi, B13 – Banlieue 13, Danny the Dog, Ze film, Le Souffleur, Akoibon, Nordeste, Imposture, The Three Burials of Melquiades Estrada, Au suivant!, Transporter 2, Revolver, Entre ses mains, Colour Me Kubrick, Bunker paradise und La Boîte noire. Ich zähle 40 Filme. 40! In sechs Jahren! Von denen circa 10 international groß liefen und ich sogar einen beim Festival de Cannes gesehen habe, The Three Burials of Melquiades Estrada von Tommy Lee […]

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Bandidas.

Zwei Regisseure, zwei Drehbuchautoren, und zwei mexikanische Superfrauen. Alles doppelt. Zufall oder Absicht? Ist nicht wirklich wichtig. Bandidas mit Penélope Cruz und Salma Hayek ist eine nette Komödie, die man sich einmal angucken kann – aber nichts, was man sich merkt, geschweige denn ein zweites Mal ansehen möchte. Und reiht sich damit perfekt in Luc Bessons neue Schiene “Hollywood aus Europa” ein. Monsiuer Besson, was machen Sie nur? Seit dem brutal schlechten Megaflop Jeanne d’Arc hat Luc Besson keine Regie mehr geführt – wobei dieses Jahr endlich wieder ein neuer Film von ihm kommen soll, Angel-A – und sich fast nur noch auf das produzieren von Fast-Food-Hollywood Kino made in Europa konzentriert. Taxi, Yamakasi, The Transporter, B13, Danny The Dog… Alles nette Einmalfilme, aber keine Meisterwerke wie The Big Blue oder Léon mehr. Warum? Vielleicht braucht er ja eine kreative Auszeit. Vielleicht kommt ja bald wieder unverhofft ein Meisterwerk. Und zugegeben, lieber leichte Filme wie Bandidas aus Europa, als Sondermüll wie xXx 2 aus Amerika. Aber wenn das jetzt nur noch so weitergeht, wird auch das traurig enden… In Bandidas teamen Cruz und Hayek, nachdem ein böser Banker aus Amerika die Väter der beiden angeschossen bzw. getötet hat. Während Hayek […]

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Caché.

Die Handlung von Caché: Ein ganz normaler Arbeitstag des erfolgreichen Moderators einer Bücher-Talkshow, George, geht zu Ende. Normal, wenn da nicht das seltsame Video wäre, dass seine Frau in einer Plastiktüte vor der Haustüre gefunden hätte. Es zeigt nicht viel, das ganze Band beinhaltet nur eine Überwachungsaufnahme des Hauses von George und seiner Familie. Verständlicherweise geraten George und seine Frau trotzdem in leichte Besorgnis, vor allem da dieses Video von erschreckenden, nach Kinder-Gekrackel aussehenden Bildern, weiteren Videokassetten und Anrufen gefolgt wird. Nachdem dann eines Abends auch ihr Sohn nicht nach Hause kommt drehen die Eltern endgültig hol. Zusätzlich wird George noch von schrecklichen Albträumen geplagt und trotz intensiver Suche kommt er seinem Peiniger anscheinend keinen Schritt näher… Dieser Thriller wird so lebensnah erzählt, dass fasst keine Special Effects vonnöten sind um den Zuschauer für die gesamte Dauer des Filmes zu bannen. Sehr ruhige Szenen beherrschen das Geschehen, trotzdem wagt es nach dem dritten gezeigten Tagesabschnitt im Leben Georges keiner mehr auch nur einen Mucks zu machen. Umso heftiger Treffen einen die wenigen Szenen in denen wirklich etwas passiert, da diese völlig unerwartet in den Kinosaal geschmissen werden. Nur sehr langsam, dafür umso eindringlicher wird der Zuschauer auf das Thema von Caché […]

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Blood And Bones.

Sicherlich kennt jeder über diverse Ecken jemanden, der aus einer anstrengenden, kaputten Familie kommt, oder sogar selber in einer solchen war. Aber die Familie von Takeshi Kitano in BLOOD AND BONES ist wirklich die Worst-Case Familie: Der Vater säuft, schlägt und vergewaltigt die eigene Ehefrau, während er viele Arbeiter in seinem Stadtviertel zu Hungerlohn beschäftigt und sein erwirtschaftetes Geld als Kredithai verleiht. BLOOD AND BONES zeigt diese Familie von dem Moment an, in dem sie in Osaka ankommen und immigrieren, bis zu dem Moment, an dem alle es geschafft haben, sich von dem Tyrannen Takeshi Kitano zu lösen. Intensiv wird während dem Film immer wieder gezeigt, wie die Extremisierung von normalen Problemen aussehen kann. Die Leistungen der Schauspieler gehen unter die Haut, ebenso die Geschichte. Gut, dass Regisseur Yoichi Sai sechs Jahre lang auf Takeshi Kitano gewartet hat, und keinen anderen Schauspieler für die Hauptrolle nehmen wollte. Kitano hat für seine Leistung hier mehr als nur einen Oscar verdient. Besonders die Zwiespältigkeit von Kitanos Figur Jyombion Kim ist einzigartig: Auf der einen Seite ist er ein brutaler Tyrann, der keine Hemmungen zu haben scheint; auf der anderen Seite vollführt er einige Taten, die ihn in ein gutes Licht zu stellen […]

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Deadly Cargo.

In DEADLY CARGO rettet sich eine bunt zusammengemischte Gruppe von Schiffbrüchigen auf einen seltsamen Tanker, der anscheinend illegale Tiere wie Affen und Schlangen transportiert. Schnell wird der Gruppe klar, dass sie nicht entdeckt werden sollten, falls sie überleben möchten, da die Besatzung vor Mord nicht zurückschreckt. Doch in der Gruppe befindet sich eine schwangere Frau. Als diese von einer Ratte gebissen wird und ihr Mann von ihr sich auf die Suche nach einem Erste-Hilfe-Kasten macht und von der Besatzung entdeckt wird, geht ein Katz-und-Maus Spiel los… Wenn der Film nicht voll mit abgelutschten Klischees wäre, nicht so langatmig und teilweise auch einfach nicht so stinklangweilig wäre, hätte es ein guter Thriller werden können. Doch hier werden alle Optionen verspielt. Die Charaktere in der Gruppe sind alle sehr seltsam und unglaubwürdig, der Showdown ist… kurz und vorhersehbar. Zwar gibt es die eine und andere unerwartete Wendung, aber retten tut dies diesen Pep-losen Film leider nicht. Die Filmemacher hätten sich mehr auf Story und Figuren konzentrieren sollen, anstatt sich von dem Ort, an dem der Film spielt, so vereinnahmen zu lassen. Der Tanker hat zwar eine tolle Atmosphäre mit alle den Engen Gängen und Ecken, aber der Film selbst ist nicht so […]

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Ab-Normal Beauty.

Da haben sich die Pang Brüder, bekannt für THE EYE, mal wieder was nettes ausgedachte: Junge Kunststudentin entwickelt ein Faible für Fotos, auf denen man tote Tiere und Menschen sieht. Doch man sollte nicht mit den Toten spielen, so etwas kann schnell nach hinten losgehen – und auch noch Freunde mit hereinreißen… Wer hier einen Geister-Film wie THE EYE erwartet, liegt allerdings falsch. Den Film als realistisch zu betiteln wäre vielleicht übertrieben, aber diesmal kommt Oxide Pang ohne Hokuspokus und sonstige übersinnliche Erklärungen aus. AB-NORMAL BEAUTY ist der Titel, und ab-normal schön ist er auch gemacht: Die Farben, Kameraeinstellungen, Hauptdarstellerinnen, alles wirklich wunderschön gemacht. Auch der Soundtrack, der an manchen Szenen die Emotionen der Hauptdarstellerin hörbar macht, ist einer der besten, den ich je in einem asiatischen Film gehört habe. Gute Nerven sollte man dennoch haben, denn wenn am Ende ein Videoband vor der Tür liegt, kann sich bei dem einen oder anderen schon der Magen verkrampfen. Die Gewaltszenen sind exzessiv und grausam. Die während dem Film eingestreuten Schock-Szenen funktionieren wunderbar, der Film ist konstant spannend und mitreißend. Und das Ende war wirklich unerwartet… Daran hatte man nicht gedacht. Tja, die Pang Brother sind immer noch innovativ und zeigen den […]

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