Die Dolmetscherin.

DIE DOLMETSCHERIN beginnt wie ein guter Hitchcock: Ganz ruhig, ganz langsam, aber unterschwellig immer spannend. Nicole Kidman spielt die Dolmetscherin Silvia Broome, die für die UN arbeitet. Wir lernen sie direkt beim ausüben ihres Jobs kennen, bei einer großen UN Versammlung. Doch die Versammlung wird wegen eines Sicherheitsrisikos abgebrochen. Als sie später wieder in das Gebäude zurückkehrt, da sie ihre Tasche vergessen hat, hört sie flüstern aus einem Kopfhörer. Sie nimmt allerdings nur den Satz “…der Lehrer wird den Saal nicht lebend verlassen…” wahr – und flüchtet, als sie aus Versehen das Licht anmacht und entdeckt wird. Erst am nächsten Tag wird ihr klar, wer dieser “Lehrer” ist – ein afrikanischer Diktator namens Zuwanie. Natürlich behält sie daraufhin diese Informationen nicht für sich, und macht sehr schnell Bekanntschaft mit dem Secret Service. Dieser kommt in Form von Sean Penn alias Tobin Keller – und ist anfangs eher feindlich als kooperativ. Daran ist unter anderem die afrikanische Vergangenheit Broomes Schuld – ihre Eltern wurden nämlich von Landminen jenes Diktators getötet. Doch versucht tatsächlich nur, wie ihr vorgeworfen wird, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, oder sind all Ihre Verbindungen zum Diktator rein zufällig? DIE DOLMETSCHERIN hat leider als Thriller völlig gesagt. Zwar […]

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After The Sunset.

After The Sunset ist eine Heist-Thriller-Komödie von Rush Hour Regisseur Brett Ratner mit Ex-James Bond Darsteller Pierce Brosnan, der mexikanischen Schönheit Salma Hayek und Woody Harrelson, den die meisten entweder durch Weiße Jungs Bringens Nicht, Kingpin oder Ein unmoralisches Angebot kennen dürften. Brosnan spielt Max Burdett und übernimmt somit die Rolle eines Superdiebes, der in der Vergangenheit schon mehrmals den FBI Agenten Stanley P. Lloyd, dargestellt von Harrelson, ausgetrickst hat und, wie man in der lustigen Anfangssequenz sieht, das Leben schwer macht. Maxs Verbündete Lola Cirillo wird von Salma Hayek dargestellt, wobei diese die meiste Zeit im Film damit verbringt, Brosnans Moralapostel zu spielen und sexy auszusehen – auf Anhieb fällt mir kein anderer Film ein, in dem so viele “Hauptdarstellerin bückt sich damit man den Busen gut sieht” Szenen zu finden sind wie in diesem. In Verbindung mit der Location, in der der Film spielt – auf den Bahamas – könnte der Film fast als kleiner, perverser Gehirnurlaub durchgehen. Aber mal abgesehen von Hayeks Busen geht es in After The Sunset noch um etwas anderes Schönes: Den dritten Diamanten von Napoleon. Dieser nette Diamant ist “rein zufällig” eine Woche lang vor Ort auf einem Schiff ausgestellt und Max, der […]

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Catwoman.

Nun läuft er also im Kino, der Film, der bereits im Vorfeld auf tausenden von Webseiten wegen u.a. dem Kostüm von Halle Berry zerrissen wurde, ohne das überhaupt ein Schnipsel Film gezeigt wurde. Zu recht? Allerdings. Catwoman ist, wie eine wilde Katze im Gesicht zu haben. Die Dialoge sind noch einigermaßen okay, aber die Story und die spannenden Szenen sind nicht einmal annähernd so gut gemacht wie das Comic von Bob Kane. Ja, der Film hat atemberaubende Kamerafahrten, auch die Effekte überzeugen teilweise – aber den Film rettet das leider nicht. Auch Halle Berry zeigt wieder einmal, dass sie den Oscar zu Recht bekommen hat, sie spielt den Charakter Patience Phillips mit viel Elan und überzeugt auf voller Linie. Was den Film schlecht macht, sind das Drehbuch und die Kampfszenen. Circa vier verschiedene Moves hat Catwoman drauf, und diese benutzt sie den ganzen Film über. Hallo, da hätte man ruhig etwas kreativer sein können! Ist das Catwoman oder Judowoman? Den Charakter von Benjamin Bratt, Tom Lone, hätte man auch ruhig etwas realistischer gestalten können – wer würde denn seine eigene Freundin verhaften? Völlig Hollywood. Bis auf Sharon Stones Figur Laurel Hedare schwimmen sowieso alle Nebenfiguren an der Oberfläche – die […]

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Creep.

In der deutsch-englischen Produktion CREEP entführt uns die neue deutsche Scream-Queen Franka Potente in die Londoner U-Bahn und zeigt uns deren Monster. Bereits die erste Sequenz im Film macht uns Zuschauern klar, dass wir es mit etwas Bösem zu tun haben: In schön dunklen Aufnahmen werden zwei Kanalarbeiter von etwas unheimlichen, das seltsame Geräusche von sich gibt, um die Ecke gebracht. Dann folgt der übliche Schnitt, und wir lernen Franka Potentes Charakter kennen, Kate ist ihr Name. Sie scheint für eine PR-Agentur zu arbeiten, denn den Kolleginnen erzählt sie auf einer Party, dass sie heute Abend noch in dem Club abhängen will, in dem im Moment George Clooney ist. Natürlich nicht, um ihn nur zu sehen, am Sex ist sie natürlich interessiert, wie sie zugibt. Um zu diesem Club zu gelangen, muss sie allerdings die U-Bahn nehmen – ein Glück, dass sie die letzte Bahn noch nicht verpasst hat. Doch während sie auf einer Bank auf das einfahren des Zuges wartet, startet der Alkohol seine Wirkung – sie schläft ein. Nach kurzer Zeit wacht sie wieder auf, doch die Türen sind bereits verschlossen – sie ist eingesperrt. Seltsamerweise fährt dennoch eine Bahn ein – sie steigt ein. Nach ein paar […]

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Cash Truck – Le Convoyeur.

Cash Truck – Le Convoyeur ist ein langsamer, ruhiger Film im gewöhnlichen französischen Stil. Es geht um eine Sicherheitsfirma, die kleinere Geldmengen transportiert und nur eine kurze Zeit von der Übernahme durch Amerikaner steht. Einen Monat vor der Übernahme bewirbt sich plötzlich ein neuer – was genau will er? Hat es mit den Überfällen in der letzten Zeit zu tun? Ist es ein Cop? Bis zum Ende enthüllen sich immer mehr Details, bis wir den vollen Durchblick erhalten. Für einen Actionfilm hat Cash Truck fast zu wenig Action – der Film konzentriert sich mehr auf den Charakteraufbau. Wie verhalten sich die Personen unter Druck? Wie kommen sie mit dem Stress, dem sie konstant ausgesetzt sind, zurecht? Glücklicherweise bleibt der Film sehr realistisch, die tristen Gegenden, in denen der Film spielt, hat jede große Stadt. Die guten Darsteller können den Film aber auch nicht vor ein paar Längen bewahren – teilweise wünscht man sich auch etwas mehr Musik. Cash Truck – Le Convoyeur muss man nicht unbedingt im Kino sehen, aber falls man ihn mal auf DVD oder im Fernsehen erwischt, kann man sich damit nett für kurze Zeit unterhalten. Related Images:We cannot display this gallery […]

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Arahan.

Einer der lustigsten Filme des Fantasy Filmfests 2004: Arahan. Diese Martial Arts Farce nimmt kein Blatt vor den Mund, und so sehen wir gleich in der ersten Einstellung des Filmes fünf Martial Arts Meister, die einen nur durch eine Fingerberührung töten könnten, mit Zigaretten und Bier über das “schwachsinnige” Training in den Bergen Fachsimpeln. Innerhalb von fünf Minuten machen sie sich über jede Regel, die durch Martial Arts Filme in den letzten 50 Jahren aufgestellt wurde, lustig. Aber das ist nur der Anfang! Der eigentliche Film dreht sich um den Looser-Azubi-Cop Sang-hwan, der in jedes Fettnäpfchen tritt, dass ihm vor die Füsse kommt. Nachdem er einen Taschendieb verfolgt hat, trifft er auf die kühle Eui-jin, die ihn mit einem fehlgeleiteten “Palm Blast” umhaut. Als er wieder aufwacht, befindet er sich im Training der fünf Martial Arts Meister, die eine große Hoffnung in ihn setzten, da er viel gutes Chi hat… Später kommt natürlich ein Bösewicht, gegen den sich Sang-hwan zur Wehr setzten muss, aber vorher gibt es eine Stunde lang eine lustige (Trainings-)Szene nach der anderen. Die super witzigen Dialog, die irre Choreographie, der coole uncoole Hauptdarsteller, einfach alles ist gelungen. Arahan ist der Shaolin Soccer des Martial Arts Genre, […]

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Ong Bak – Muay Thai Warrior.

Keine Computereffekte, keine Kabel (“Wire-Fu”). Diese zwei Bedingungen legte Regisseur Prachya Pinkaew vor dem Dreh von Ong Bak – Muay Thai Warrior fest – und hielt sich zusammen mit Hauptdarsteller Phanom Yeerum daran. Keine Computereffekte in einem Martial Arts Film zu haben, war früher ganz normal, und ist es teilweise auch heute noch, keine Kabel bei den Kampfszenen zu benutzten allerdings nicht. Wenn man auf der Leinwand Neo in MATRIX einen seitlichen 360° Sprung machen sieht, sieht man natürlich nicht die Kabel, die ihm dabei helfen, diese Akrobatik zu vollführen, aber man denkt sie sich teilweise dazu. Und wenn es, wie zum Beispiel bei Kate Beckinsales schlecht gekabeltem Backflip gegen Ende in der Kanalisation in UNDERWORLD, total unnatürlich aussieht, sowieso. In ONG BAK sieht dementsprechend bei den Kampfszenen nichts, wirklich gar nichts unrealistisch aus, und wenn Hauptfigur Boonting einem Bösewicht mit brennendem Bein ins Gesicht tritt, weil dieser mitverantwortlich für den Diebstahl einer Buddha Statue aus Boontings Dorf ist, dann ist es auch so beim Dreh gewesen. Allein dieser Fakt macht natürlich noch keinen guten Film aus, aber glücklicherweise hat ONG BAK alles, was einen richtig guten Martial Arts Action Film ausmacht: Brilliant choreographierte Kampfszenen; gut platzierte, humorvolle Einlagen; Emotionen, die […]

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Decoys.

Obwohl das Plakat auf einen Horrorfilm hinweist, handelt es sich bei DECOYS jedoch mehr um eine Komödie. Zwar gibt es Aliens und Tote, aber der Film lebt durch seine Figuren, seinen Witz und die gut ausgewählte Musik. THE FACULTY in Kanada, könnte man diesen Film auch nennen: Es geht um einen Freshman, einen neuen Studenten, der an seiner neuen Universität herausfindet, dass alle schönen Blondinen des Omega-Hauses (oder war es Delta? Unwichtig…) in Wirklichkeit Aliens sind und ihre Eier ausschliesslich in ihren männlichen Mitschülern ablegen – dies geht allerdings nur bei klirrender Kälte, zudem erfriert der Verführte anschliessend von innen nach aussen! Viel mehr Story hat der Film nicht – und mehr braucht er auch nicht, um als nette Horrorkomödie durchzugehen. Allein die Figuren, die sich Regisseur Matthew Hastings und Co-Autor Tom Berry ausgedacht haben, machen den Film sehenswert. Da ist Luke, der Held des Films, der sich immer wieder von der Schönheit der Aliens hinreissen lässt, dann ist da sein Freund Elias, nicht grade ein Adonis, der seine Jungvernheit nicht auf einer Toilette verlieren will, und sich ein schöneres erstes Mal zusammenbaut (ja, vice versa – ich rede von einem Jungen), da sind die vielen dummen, aber bildschönen Alien […]

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