Broken Lizard’s Club Mad (Club Dread).

Nach dem superwitzigen Super Troopers war klar, dass die Gruppe Broken Lizard eine Menge frischen Humor hat. Fox war so mutig, und drückte ihnen ein Budget für den nächsten Film in die Hand, nachdem Super Troopers relativ erfolgreich in Amerika gelaufen war. Heraus kam Club Dread, der hier in Deutschland als Broken Lizard’s Club Mad vertrieben wird… Broken Lizard’s Club Mad springt halb auf die Scary Movie Schiene auf, Broken Lizard wollten eine Scream-Horror-Verarsche bzw. Komödie drehen – heraus kam jedoch mehr ein Scream Film mit Humor Elementen. Die Story ist relativ simpel: Coconut Pete, der ein paar erfolgreiche Lieder geschrieben hat, setzt sich auf einer Insel in Costa Rica zur Ruhe und organisiert dort Abenteuerurlaube für amerikanische Touristen. Um ihn herum sind seine völlig verrückten Mitarbeiter, ein britischer Tennisspieler, ein Masseur, eine Sporttrainerin, ein Fun Cop, ein Entertainer, ein DJ und ein paar andere Figuren. Viel Wert legte Broken Lizard auf diese Charaktere, sind sie doch total unterschiedlich in Aussehen, Sprache und Verhalten. Allerdings sind nicht alle wirklich lustig, allein der britische Tennisspieler kann mit jedem Satz punkten. Da es sich um eine Horrorkomödie handelt, beginnt das Morden relativ schnell, und nach und nach werden immer mehr Mitarbeiter getötet […]

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Dawn Of The Dead.

Den neuen Dawn Of The Dead sollte man weniger als ein Remake betrachten, mehr als einen eigenständigen Film. Die Story wurde zwar grob aus dem alten übernommen, die Handlung und die Charaktere aber stark geändert. Zudem wurde der Film von einem großen Filmstudio, Universal, produziert, und ist daher merkbar professioneller. Es gibt eine Menge animierter Effekte, einen starken Soundtrack und gute Schauspieler. Die Geschichte wird aus der Sicht von Ana, hervorragend gespielt von Sarah Polley, erzählt. Nach einem anstrengenden Tag inklusive einer Überstunde kommt sie nach Hause, legt sich mit ihrem Mann schlafen, und am nächsten Morgen, auf englisch Dawn, beginnt der Amoklauf: Ihr Mann wird von einer infizierten Mädchen, dass sich Zugang zum Schlafzimmer geschafft hat, gebissen. Ana flieht, und während ihrer Autofahrt, die in einem Crash endet, sehen wir mit weiten Shots das Ausmass des Desasters: Die gesamte Stadt liegt in Flammen, überall rennen Untote herum. Nachdem sie einen Cop und mehrere andere Personen trifft, flieht sie mit diesen in ein Kaufhaus, um sich dort zu schützen. Via Fernsehen erfahren die dort angesammelten noch, dass man die Untoten durch einen Schuss in den Kopf schnell zur Strecke bringen kann, bevor die Fernsehsender von der Leitung gehen. Klingt ein […]

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Blueberry und der Fluch der Dämonen.

Jan Kounen, bekannt geworden durch seinen genialen Actionfilm Dobermann, hat es mit Blueberry und der Fluch der Dämonen geschafft, ein Comic von Mœbius für die große Leinwand aufzubereiten. Allein der Versuch, ein Comic von Mœbius zu verfilmen, ist im Grunde genommen wahnsinnig. Seine Zeichnungen zeichnen sich durch Minimalismus aus, dennoch schafft er es, mit wenigen Strichen ganze Welten und Atmosphären zu kreieren. Die Blueberry Comics sind mir zwar nicht bekannt, die John Difool Reihe liegt allerdings mehrmals gelesen bei mir im Schrank. “Loosly based on the Story by Mœbius” heißt es in den Credits, aber es steckt mehr Mœbius in dem Film, als man erwartet. Vincent Kassel, der Dobermann, hat in Blueberry einmal mehr die Hauptrolle: Er spielt Mike S. Blueberry, einen sehr nachdenklichen, tiefgründigen und zerrissenen Sheriff, der indianisch kann und deswegen von den einen respektiert und von den anderen verachtet wird. Der Film spielt um 1870, als es noch Kriege zwischen, simpel gesagt, Cowboys und Indianern gab. In einem Rückblick am Anfang erfährt man einiges: Blueberry war in den Zwanzigern ein junger, wilder Romeo, der den Damen in Bordellen gerne diente und harte Arbeit mied. Doch eines verhängnisvollen Tages trifft er auf den Gangster Blount, dargestellt durch den […]

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A Tale Of Two Sisters.

Regisseur Ji-woon Kim scheint verstanden zu haben, dass in den letzten drei Jahren viele gute und weniger gute Geisterfilme ala The Ring und The Eye gemacht wurden – und dreht mit A Tale Of Two Sisters einen weiteren! Aber Kims Geisterfilm ist glücklicherweise eine intelligente Reaktion auf die vorhandenen Filme, und kopiert die Spannungs- und Schockeffekte nicht blöde, sondern setzt sie an völlig unerwartete Punkte, und kann damit selbst Fans des Genres noch einmal erschrecken. Wie der Titel schon sagt, geht es um zwei Schwestern, deren Mutter verstorben ist und die nicht ihre neue Stiefmutter akzeptieren wollen. Diese verzweifelt immer mehr an deren Hartnäckigkeit und greift zu immer drastischeren Mitteln, um ihre Autorität zu zeigen – bis zum bitteren Ende… Wenn man hier mehr von der Story erzählt, würde man die Überraschungen stehlen. Die ruhige Erzählweise, kombiniert mit den wunderschönen Bildern und der glücklicherweise sehr zurückhaltenden Filmmusik ergibt ein Horrogemisch höchster Qualität. Ein Hollywood Remake wird sicherlich (und leider) nicht lange auf sich warten lassen! Tolle Darsteller, viele Wendungen und brutale Schockeffekte machen diesen Film zu meiner neuen Nummer Eins im Geisterfilm-Genre. Filme wie The Others, The Sixth Sense oder The Eye sehen blass dagegen aus! Bei der Berlinale wurde […]

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Bubba Ho-Tep.

Normalerweise rennen in Horrorfilmen leicht bekleidete College-Girls vor irgendwelchen maskierten Killern weg, um dann in absurden Situationen auf noch absurdere Weise abgemurkst zu werden. In guten Horrorfilmen wie Shining gibt es gar keine richtigen Killer, dort laufen einfach Leute Amok. Aber Bubba Ho-tep ist… anders. Da ist zum einen die Location, in der der Film spielt: Ein Altersheim. Und die beiden Hauptdarsteller sind auch nicht schlecht: Elvis Presley und J. F. Kennedy. Gut, ob das jetzt der echte Elvis ist, oder ein Imitat, ist nicht ganz klar. Und das Kennedy ein Schwarzer ist, erscheint auch nicht ganz logisch. Aber das ist auch egal, die beiden haben wichtigeres zu tun: Sie müssen eine Mumie töten, die in ihrem Heim nachts unterwegs ist und denn Leuten die Seele aus dem, ähem, Darmausgang saugt. Ja, das ist die Story. Zwei leicht Irre müssen eine Mumie in einem Altersheim fangen. Und das ist schon wieder so blöd, dass es interessant ist. Glücklicherweise konnte Regisseur Don Coscarelli für sein Projekt den unter Genrefans bekannten Bruce Campbell (Ash aus Armee der Finsternis) gewinnen, er spielt Elvis so verdammt gut und cool, dass man am liebsten glauben möchte, dass er der Echte ist. Überhaupt lebt der Film […]

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Back To Gaya.

Back To Gaya ist ein Film, den man nicht mit einem einfachen Review bewerten kann. Back To Gaya ist der erste deutsche CGI-Film. Es wurde also eine Menge Pionierarbeit geleistet, in Deutschland gab es zuvor noch kein Studio a la ILM oder Weta. Wenn man alleine diese Tatsache in Betracht zieht und sich dann den Film ansieht, kann man nur sagen: Wahnsinn! Zur Technik: Der Film sieht extrem gut aus. Die Models sind auf höchstem Niveau, ebenso die extrem detaillierten Umgebungen und Gegenstände. Man sieht dem Film bereits nach einigen Minuten an, dass sehr viel Liebe für Details aufgebracht wurde. Die Animationen sind zum grössten Teil sauber, auch wenn es an der einen oder anderen Szene ein wenig hapert. Man achte besonders auf die Umgebungen, in jeder Szene entdeckt man teilweise auch lustige Details im Hintergrund (zum Beispiel im TV-Laden, “Nixxon”, herrlich!). Gaya selbst ist mit extrem viel Wasser und Gewächs versehen, auch dieses Wunderland beeindruckt visuell sehr. Die offizielle Version der Filmgeschichte kann man hier ausführlich nachlesen, im Grunde genommen geht es um ein paar Gayaner, die aus ihrer Fernsehwelt heraus in unsere Dimension gerissen werden und viele Abenteuer bestehen müssen, unter anderem in der Kanalisation, einem Abrissgebäude und […]

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Battle Royale 2: Requiem.

Während Battle Royale aus dem Jahre 2000 noch mit seiner krassen Geschichte und seiner drastischen Darstellung schockieren wollte, so geht Battle Royale 2: Requiem andere Wege: Battle Royale II ist mehr ein Antikriegsfilm, die Story ist zwar dem ersten ähnlich, es wird jedoch wesentlich mehr herumgeballert, und die Tode der Schüler sind bei weitem nicht mehr so dramatisch gestaltet wie im ersten Teil. Der erste Teil lieferte zu den meisten der Schülern wenigstens eine Vorgeschichte, so dass deren Tod tragisch wirkte. In Battle Royale II jedoch werden bereits in den ersten 15 Minuten über die Hälfte der 42-köpfigen Schulklasse in einer tollen Anspielung auf den D-Day niedergemetzelt. Und so geht es auch weiter: Alle paar Minuten stirbt ein Schüler, bis zum Ende. Shuya Nanahara, der mit seiner Freundin nach dem ersten Teil fliehen konnte, ist inzwischen zum Terroristen ausgebildet, in einer imposanten Startszene sehen wir, wie er a la Fight Club mehrere Wolkenkratzer in Tokio in die Luft jagt. Eine sehr schöne Szene, plötzlich scheint Tokio wieder Flach zu sein, und es ragen keine mächtigen Gebauten mehr in den Himmel. Nach dieser Aktion muss Shuya mit seiner Truppe auf eine Insel fliehen, da das Militär ihn sucht. Und da beginnt […]

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Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs.

Vor 4 oder 5 Jahren, als bekannt gegeben wurde dass Peter Jackson, bis dato am bekanntesten für Braindead, Herr der Ringe verfilmen würde, war ich nicht der einzige, der das etwas skeptisch sah. Ich liebe das Buch, ich mochte auch Braindead, aber man stelle sich nun einmal diese Konstellation vor. Seltsam, nicht? Und jetzt ist er da, Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs. Aber nun hat Peter Jackson mit dem finalen Teil von Herr der Ringe die beste Filmtrilogie aller Zeiten gedreht. “Die Rückkehr des Königs” ist im wahrsten Sinne des Wortes der krönende Abschluss für die Saga – vorerst, schließlich möchte Peter Jackson nach seinem nächsten Film, einem Remake von “King Kong”, “Der (kleine) Hobbit” verfilmen. Nachdem man den ersten und zweiten Teil von Herr der Ringe gesehen hatte, war einem ja klar, dass Peter einfach alles richtig gemacht hat, von der Musik, über die Besetzung, die in jedem Teil bis auf die letzte Nebenrolle einfach perfekt ist, über die Locations, den Schnitt, die Details bis zu den Effekten. Aber im dritten Teil kommt ein Faktor wesentlich stärker vor als in den ersten beiden Teilen, der den Film definitiv am besten in Erinnerung halten wird: Emotionen. Die […]

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