Alive.

Auf Alive habe ich besonders gefreut und war froh, ihn beim Fantasy Filmfest 2003 sehen zu können. Regie führte schließlich Ryuhei Kitamura, der letztes Jahr mit seinem Film Versus einen Haufen neuer Fans bekommen hat – mich inklusive. Ich sage es gleich: Alive ist noch langsamer als Versus, noch mehr, naja, Mangadialog und blöde Ideen. Leider schafft er es nicht, an Versus heranzukommen… Vergleichen wir doch mal: Versus hatte einen derbe coolen Hauptdarsteller, einen Wald voller Zombies, ein paar coole Gangster und ein richtig bösen Endgegner, wenn man es so haben will. Alive hat einen seltsamen Hauptdarsteller, der im Film zwei oder dreimal rum heult, spielt komplett in einem Gefängnisraum mit vielleicht 100 m², es gibt eine Hexe, ein schlecht gestalteten Endgegner und ein SWAT – artiges Team. Doch was Versus richtig macht, macht Alive falsch: Die Dialoge sind viel zu oberflächlich, obwohl sie tiefgründig sein wollen, die Szenen, die schneller sein sollten sind viel zu langsam, und die Actionszenen sind viel zu schnell und zu hektisch als um sie geniessen zu können. Es war einfach irgendwie alles falsch rum! Kitamura zeigt kein Gefühl für Timing – davon hatte doch Versus gelebt! Seltsam. Der Endkampf von Versus war der stylishste, […]

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Alexandra’s Project.

Steve hat heute Geburtstag. Seine Kinder wünschen ihm alles gute, bevor er zur Arbeit fährt. Dort wird er zweimal in den Konferenzraum gerufen – einmal, um eine kleine Überraschungsparty zu bekommen und ein zweites Mal, um gesagt zu bekommen, dass er befördert wird. Es ist Steve’s Tag. Bis er nach Hause kommt. Denn dort erwartet ihn Alexandra’s Projekt – das Projekt einer sexuell frustrieerten Ehefrau, die ihrem Mann per Video klarmacht, welche Fehler über all die Jahre begannen hat… Alexandra’s Project hat dauernd diese Momente, in denen man wegsehen oder weghören möchte. Da werden übelst brutal Scherze gemacht, die mir, um ehrlich zu sein, sogar einen Schritt zu krass waren, da werden so ehrlich Vorwürfe gemacht, dass man sich fragt, ob das jetzt noch Fiktion ist oder das Privatleben vom Drehbuchautor. Ich für meinen Teil stehe eher auf leichte, gerne auch intelligente Filme, aber so extrem ehrliche Filme wie Alexandra’s Project sind mir einfach…. zu tiefgründig. So Story’s wie hier hat jeder schon in seinem Privatleben genug, natürlich auf andere Art und Weise, aber das muss man doch nicht auch noch im Kino sehen. Alexandra’s Project ist ein sehr gut iszenierter Low-Budget Film mit tollen Schauspielern und einer guten Story, […]

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Charlies Angels: Full Throttle.

Wenn mich jemand fragen würde, “Was ist ein Popcorn Film?”, würde ich einfach Charlies Angels: Full Throttle sagen. Full Throttle ist einfach der Popcorn Film schlechthin: 0% Brain, 100% Fun. Man darf absolut gar nichts erwarten, wenn man sich ein Ticket kauft, und man muss sich vor der ersten Einstellung von seiner Intelligenz befreien – dann wird man extrem viel Spass haben. Was bei Filmen wie Charlies Angels: Full Throttle einfach Spass macht, sind die total abgefahrenen Ideen, Kämpfe und Effekte über sich ergehen zu lassen. Da gibt es eine Motocross Szene im Film, meine Lieblingsszene, sie ist iszeniert, als ob ein kleiner Junge mit seinen Motocross – Bikes im Zimmer spielen würde und sie durch den Raum tanzen lässt. Sie ist an Unrealismus wohl kaum zu übertreffen, aber sie macht einfach verdammt viel Spass, weil es noch nie jemand gewagt hat, so unverschämten Unrealismus zu verfilmen! Es ist wie bei Jackass, Takeshis Castle, oder bei was auch immer man am meisten Spass hat: Es ist so ein kranker Quatsch, dass er richtig viel Spass macht. Und durch die absolut perfekte Iszenierung und Qualität wirkt das ganze auch nicht Plump oder Billig, sondern hat eine Wirkung auf einen, die einen […]

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House of 1000 Corpses

Lion’s Gate Films präsentiert House of 1000 Corpses, einen 88 Minuten langen Horrorfilm von Rob Zombie (ja, der Metal Musiker) mit mehreren unbekannten Hauptdarstellern. Zombie suchte sich unter anderem bei Texas Chainsaw Massacre Inspiration für diesen Film. Am Anfang vom Film wird man schnell auf ein tiefes Niveau heruntergeholt, von dem man den restlichen Film über nicht mehr aufsteigt. Der Film erzählt die Geschichte von 2 jüngeren Pärchen, die durch das Land fahren und einen Guide für Sehenswürdigkeiten jenseits der Strasse erstellen. Doch dann geht ihnen das Benzin aus (gähn) und sie müssen an der Tankstelle von Captain Spaulding anhalten, er ist ein alter, verrückten Horror Freak mit einer eigenen Geisterbahn neben seiner Tankstelle. Die 4 jungen Leute fahren diese durch, lassen sich ein paar mal erschrecken und sind ganz aufgeregt. Captain Spaulding erzählt ihnen während der Fahrt von einem Doktor Satan (gähn) der ganz in der Nähe gehängt wurde. Diesen Baum (wtf?) wollen sich die 4 unbedingt angucken. Aber natürlich verfahren sie sich (gähn) und landen in den Händen einer verrückten Familie (gähn). Diese Familie bringt sie jetzt alle nach einander um…………………………………………………………………… Whoops, bin auf der Tastatur eingeschlafen. House of 1000 Corpses ist so spannend wie ein wachsender Grashalm. […]

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Basic.

Columbia Pictures präsentiert Basic, einen Mysterythriller mit einer Laufzeit von 98 Minuten. In den Hauptrollen: John Travolta (Face/Off), Connie Nielsen (Glasdiator) und Samuel L. Jackson (xXx). In den Nebenrollen: Giovanni Ribisi (Heaven), Roselyn Sanchez (Rush Hour 2), Taye Diggs (Equilibrium) und Brian Van Holt (Windtalkers). Das geile an Basic ist das Spiel, dass der Film mit Dir spielt. Wie in Die Üblichen Verdächtigen versucht man zu verstehen, warum was passiert und welchen Zusammenhang es hat. Und rätselt. Und rätselt… Aber zuerst ein paar Worte zur Story: Wir finden uns in Panama wieder, wo Seargent Nathan West (verdammt gut: Sam Jackson) mit seinen Rangers ein Training im Dschungel durchführt. Punkt 1800 werden sie angesetzt, und Punkt 2400 in der Nacht sollen sie wieder aufgepickt werden. Doch von den sieben kommen nur drei zurück, und einer dazu noch angeschossen. Und direkt vor dem landenen Hubschrauber erschiesst auch noch einer der Rangers einen anderen, so dass es nur zwei lebend zum Camp zurückschaffen. Was ist da passiert, in diesen 6 Stunden? Warum sind 5 Leute gestorben, bei diesem eher harmlosen Training? Das wüsste auch gerne der Chef vom Militärstützpunkt, und so ruft er sofort den DEA Agenten Tom Hardy (cool wie seit Face/Off […]

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Narc

Narc ist der zweite Film von Joe Carnahan (auch bekannt für den BMW Kurzfilm The Ticker), ein 102 Minuten langer Copthriller von Paramount Pictures mit Ray Liotta (Cop Land) und Jason Patric (Speed 2: Cruise Control) in den Hauptrollen. Narc steht für narcotic, Rauschgift. Auf das macht der junge Undercovercop Nick Tellis Jagd. Er ist gut, da er seinen Job liebt und gut mit der Waffe umgehen kann. Doch als in seinem Drogenrevier ein Cop erschossen wird, kommt der alte, erfahrene Cop Henry Oak, um den Mord aufzulösen. So gehen die beiden auf die Suche nach Indizien für den Mord, und finden mehr heraus, als sie sollen… Narc erinnert von der Geschichte her sehr an die alten Copserien wie zum Beispiel Miami Vice. Aber der Film überzeugt durch eine gute, logische, realistische Geschichte, wer hier Autoverfolgungsjagdten und Ähnliches erwartet, wird enttäuscht. Der Film zeigt auch das Privatleben vom jungen Nick und seiner Frau, und dem Druck, dem er ausgesetzt ist. Wo andere Filme mit einer Schiesserei anfangen, geht Narc in die Psyche der Hauptdarsteller. Und das nicht übertrieben, sondern durch und durch spannend und gut gemacht. Sowohl Ray Liotta als auch Jason Patric können als Cops überzeugen – Liotta hat […]

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My Little Eye

Universal Pictures präsentiert den 95 Minuten langen Thriller My Little Eye von Marc Evans mit 5 unbekannten Schauspielern in den Hauptrollen. Der Film ist eine Art Satire auf Big Brother – auch wenn er das gar nicht will. Eigentlich will er ein eigenständiger Horrorthriller sein – aber leider kommt dafür viel zu wenig Spannung auf, und die Parallelen zu Big Brother sind unübersehbar. Der Drehbuchautor hat zwar sichtlich Wert auf passende Gespräche für die 5 etwa 22 – Jährigen gelegt. Aber trotzdem kommt einem der ganze Film viel zu iszeniert vor – ganz wie sein TV Vorbild. Wenn dann nach 60 Minuten zum allererstenmal richtige Spannung aufkommt, weil die Kandidaten selber rausfinden, dass sie in einer Art Snuff – Big Brother Version sind, hat man sich das schon längst selber denken können. Viel zu lahm… Aber erstmal kurz die Story erklärt: 5 junge Leute melden sich für ein Internet – Beobachtungshaus an, indem überall Kameras versteckt sind (= My little Eye, haha. Dort verbringen sie schon eine längere Zeit (wie lange die da jetzt schon drin sind, kapiert man nicht, nach 3 oder 6 Monaten oder wie lange auch immer winkt ihnen dafür eine Million Dollar. Dass das Haus irgendwo in […]

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Cidade De Deus: City Of God.

City Of God ist einer der drastischsten Filme, die ich je gesehen habe. Dabei ist der Film nicht das drastische, nein, der Film ist wunderbar gemacht. Das drastische sind die Charaktere und deren Verhalten. Deren wahlloses töten. Zum Spass. Da laufen Leute amok, fahren sich Koks rein, und töten rum. Rauben rum. Vergewaltigen Frauen. Und das sind Kinder und Jugendliche, von denen ich hier rede! City Of God ist in mehrere Episoden aufgeteilt – wir begleiten während dem Film den Hauptdarsteller Sandro, der Photograph werden möchte, in dem Alter zwischen 8 und etwa 18. Von seinen zwei besten Freunden wird in dieser Zeit einer erschossen, und der andere mausert sich zum Drogenboss der Stadt. Und um den Drogenboss geht es eigentlich auch: Ze. Ze, diesen Namen werde ich nie wieder vergessen. Ze bekommt im Film eine ein oder zwei Minuten Sequenz, die einem allerdings wesentlich länger vorkommt. Da sieht man, wie viele Leute Ze umbringt, bevor er einen Stadtteil in seiner Hand hat. Das ist einfach krass. Immer aus der Vogelperspektive, immer nur am Morden. Allerdings hat der Film, bis diese Szene kommt, einen bereits so eingefangen, einen so davon überzeugt, dass das auf einer wahren Begebenheit basiert, das man […]

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