Everything from:Drama

.45

Milla Jovovich hat sich in den 90ern als fünftes Element etabliert und ist seit den “Resident Evil” Verfilmungen auch Horrorfans bekannt. In dem Drama .45 zeigt sie nun ihre ungeschminkte, schlampige und verletzliche Seite. Sie spielt Kate, die ihrem grobschlächtigen, großmäuligem und gewalttätigem Freund Big Al (grossartig: Angus Macfadyen) bei seinen kleineren Verbrechen hilft, etwa dem illegalen Verkauf von Pistolen oder geklauten Toastern. Doch ihr kleines, angenehmes Verbrecherleben zwischen Bett, Bar und Kunden hat ein abruptes Ende, als sie sich auf einen blöden Deal einlässt und ihren Freund hintergeht. Big Al findet es natürlich heraus und verprügelt sie fast zu Tode. Mit der Unterstützung von ihrem Freund Reilly (Stephen Dorff), ihrer lesbischen Freundin Vic (Sarah Strange) und der Sozialarbeiterin Liz (Aisha Tyler) schmiedet Kate daraufhin einen Plan, um sich endgültig von Big Al trennen zu können… Ein Film, der mit dem Satz “Big Al hat einen riesigen Schwanz” beginnt, geht ein großes Risiko ein. Denn auf der einen Seite lacht man sich kaputt über die extrem echte und drastische Sprachweise der Darsteller, auf der anderen Seite wird man dann plötzlich mitten im Film mit einer unglaublich schockierenden Verprügelungs-Szene konfrontiert, dass einem so richtig das Lachen im Hals stecken bleibt. Der […]

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Angel-A.

Oh mein Gott. Dass Luc Besson seit “The Messenger: The Story of Joan of Arc” im Jahre 1999 bei keinem Film mehr – bis Angel-A nun – Regie geführt hat, erwähnte ich bereits in meinem Bandidas Review. Aber bei wie unglaublich vielen Filmen er in den sechs Jahren Abwesenheit als Produzent oder Co-Produzent an Bord war, ist mir erst seit einem Blick in sein IMDb Profil klar: Taxi 2, The Dancer, Exit, 15 août, Kiss of the Dragon, Wasabi, Chaos and Desire, Peau d’ange, Blanche, The Transporter, Ong-bak, Rire et châtiment, Taxi 3, Happiness Costs Nothing, I, Cesar, Tristan, Fanfan la tulipe, Les Côtelettes, High Tension, Cheeky, Michel Vaillant, Crimson Rivers 2: Angels of the Apocalypse, À ton image, Mensonges et trahisons et plus si affinités…, New York Taxi, B13 – Banlieue 13, Danny the Dog, Ze film, Le Souffleur, Akoibon, Nordeste, Imposture, The Three Burials of Melquiades Estrada, Au suivant!, Transporter 2, Revolver, Entre ses mains, Colour Me Kubrick, Bunker paradise und La Boîte noire. Ich zähle 40 Filme. 40! In sechs Jahren! Von denen circa 10 international groß liefen und ich sogar einen beim Festival de Cannes gesehen habe, The Three Burials of Melquiades Estrada von Tommy Lee […]

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HWAL

HWAL ist der zwölfte Film von Kim Ki-Duk. Wer HWAL sieht und keinen seiner anderen Filme kennt, weiß danach, dass er unbedingt alle nachholen sollte. HWAL ist ein kleines, ruhiges und menschliches Meisterwerk, so viel ist klar. HWAL heißt Bogen, und um einen geht es in diesem Film. Dass man mit einem Bogen nicht nur jagen kann, sondern auch Musik machen kann, vermittelt bereits der Anfang vom Film. Mit drei Bogenschüssen kann man auch die Zukunft lesen, und diese drei Eigenschaften werden dem Bogen im Film auch dauernd abverlangt: Leute verjagen, Musik machen, Zukunft lesen. Die Story ist verrückt, aber im Grunde wunderschön: Ein älterer Mann (grandios: Jeon Sung-hwan) rettet ein sechsjähriges Mädchen (ebenfalls eine Meisterleistung: Han Yeo-reum) und nimmt es mit auf sein Boot. Dort verbringt er zehn Jahre mit ihr, und will sie an ihrem 17. Geburtstag auf dem Boot heiraten. Geld verdient der alte Mann damit, indem er mit einem kleinen, schnelleren Boot Leute vom Festland auf sein großes Boot zum angeln bringt. Dabei verlässt das Mädchen nie das große Boot und lebt quasi seit 10 Jahren ausschließlich auf diesem. Am Anfang vom Film sind beide glücklich mit dieser Situation und lieben sich so. Doch dann macht […]

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Lemming

Der Eröffnungsfilm der 58. Filmfestspiele von Cannes war seltsam – es nicht einfach, ihn in eine Kategorie zu packen. Der Film ist witzig, traurig, verwirrend und dramatisch zugleich. Es geht um Alain Getty, der für ein Unternehmen arbeitet, welches Produkte für den Haushalt herstellt. Sein neuestes Produkt ist eine fliegende Webcam, mit der man sein Haus jederzeit und von überall kontrollieren kann. Sein eigenes Leben hat er allerdings nach einem Vorfall mit einem Lemming nicht mehr unter Kontrolle, und plötzlich weiß weder der Zuschauer, noch er selber, was eigentlich gerade passiert. Weitere wichtige Figuren in diesem verwirrenden Spiel sind sein Boss, dessen exzentrische Ehefrau und seine eigene Ehefrau. Dauernd wendet sich die Story, und rennt von Vorfall zu Vorfall, ohne etwas richtig zu erklären. Beispiel: Diese exzentrische Ehefrau seines Boss versucht ihn zu verführen, schafft es aber nicht, geht daraufhin dennoch zu seiner Ehefrau und erzählt ihr von dem Vorfall. Die Reaktion dieser sind eher bescheiden – warum? Außerdem sind die Todesfälle und Morde auch nicht ganz so einfach zu verstehen und zu verdauen. Übernimmt die Ehefrau plötzlich die Seele einer anderen? So viele Fragen, so wenig Antworten. Zu mysteriös, das Ganze… Nach einer Stunde oder so habe ich einfach […]

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Alexandra’s Project.

Steve hat heute Geburtstag. Seine Kinder wünschen ihm alles gute, bevor er zur Arbeit fährt. Dort wird er zweimal in den Konferenzraum gerufen – einmal, um eine kleine Überraschungsparty zu bekommen und ein zweites Mal, um gesagt zu bekommen, dass er befördert wird. Es ist Steve’s Tag. Bis er nach Hause kommt. Denn dort erwartet ihn Alexandra’s Projekt – das Projekt einer sexuell frustrieerten Ehefrau, die ihrem Mann per Video klarmacht, welche Fehler über all die Jahre begannen hat… Alexandra’s Project hat dauernd diese Momente, in denen man wegsehen oder weghören möchte. Da werden übelst brutal Scherze gemacht, die mir, um ehrlich zu sein, sogar einen Schritt zu krass waren, da werden so ehrlich Vorwürfe gemacht, dass man sich fragt, ob das jetzt noch Fiktion ist oder das Privatleben vom Drehbuchautor. Ich für meinen Teil stehe eher auf leichte, gerne auch intelligente Filme, aber so extrem ehrliche Filme wie Alexandra’s Project sind mir einfach…. zu tiefgründig. So Story’s wie hier hat jeder schon in seinem Privatleben genug, natürlich auf andere Art und Weise, aber das muss man doch nicht auch noch im Kino sehen. Alexandra’s Project ist ein sehr gut iszenierter Low-Budget Film mit tollen Schauspielern und einer guten Story, […]

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25th Hour

Monty ist ein Idiot. Und er weiss das. “Ich war zu habgierig” sagt er an einer Stelle im Film, womit er vollkommen recht hat. Er sagt diesen Satz in einer von 25 Stunden, die ihm noch bleiben – dann muss er ins Gefängnis. Monty ist ein Drogendealer in New York, den die Cops erwischt haben. Er hat 25 Stunden, darum auch der Titel 25th Hour, um sich von seiner Freundin zu verabschieden, von seinem Vater und von seinen 2 besten Freunden – ausserdem muss er jemanden finden, der in den drohenden sieben Jahren Gefängnis auf seinen Hund aufpasst. Und so kümmert sich Monty in einer Nacht und um alles. Und diese Nacht soll nicht nur ihn verändern, auch seine Freunde und Familie werden am nächsten Morgen anders sein… 25th Hour von Spike Lee hat keine eindeutige Message, er zeigt einfach ein “Was wäre wenn”. Und durch den glaubwürdigen Realismus des Films ist man schon ein wenig überwältigt. Da lädt der eine beste Freund von Monty, ein Energy – Drink saufender irischer Broker namens Francis Xavier Slaughtery den anderen besten Freund, einen schüchternen Privatschule – Lehrer namens Jacob Elinsky ein, um ihm sein neues, günstiges Appartement zu zeigen – direkt neben […]

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Biker Boyz.

Biker BoyZ ist, auch wenn es der Name und der Trailer vermuten lassen, keine Kopie von The Fast And The Furious auf 2 Rädern. Biker BoyZ verfügt glücklicherweise über mehr: eine tiefgründige Geschichte, Realismus und Laurence Fishburne. Die tiefgründige Geschichte weitet sich über 6 Monate aus. Am Anfang des Films muss “Kid” (leicht fehlbesetzt: Derek Luke) mitansehen, wie sein Vater bei einem Motarradrennen (als Zuschauer allerdings) ums Leben kommt. Bevor er starb war er der Cheftechniker von “Smoke” (grandios: Laurence Fishburne). Kid gibt nun Smoke die Schuld am Tode und verlässt die Biker Szene erstmal für 6 Monate – um dann ein furioses Comeback abzuliefern, und um Smokes “Krone”, seinen Helm, in einem Rennen zu gewinnen. Doch plötzlich kommen mehrere Faktoren ins Spiel, die alles verändern – und Kid wird erwachsen… Da der Film die ganze Zeit über am Boden der Tatsachen, bzw. der Physik bleibt, und uns keine unlogischen, unglaubwürdigen Motorradstunts abliefert, macht er auch wesentlich mehr Spass. Die Geschichte könnte echt sein, und man fühlt sich als Zuschauer richtig reingezogen. Auch sehr gut war die Kamera: Immer in Bewegung, anders, im Rhytmus des Films. Sehr schön. Der Soundtrack verfügt auch über einige Hiphop Bretter, sollte man sich auf […]

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Catch Me If You Can.

Eigentlich hat der Trailer ja vor zwei, drei Monaten schon die gesamte Geschichte von Catch Me If You Can erzählt. Leonardo DiCaprio spielt Frank Abagnale Jr. – eine real existierende Person, dessen Geschichte in diesem Film erzählt wird. Frank lebt in den 60ern, hat eine heile Familie und wir lernen ihn mit etwa 16 Jahren kennen – als er auch gerade lernt. Wie man am besten Leute täuscht, zum Beispiel. In der ersten genialen, unvergesslichen Szene dieses Filmes übernimmt Frank am ersten Schultag den Französischunterrricht einer Klasse – eine Woche lang. Durch seine dreiste, ehrliche Art nimmt man ihm einfach alles ab. Als dann seine Mutter plötzlich den Vater verlässt, da Sie selber eine Affäre mit dessen besten Freund hat, haut Frank ab, und fängt an, sich durch sein Leben zu fälschen. Anfangs nur als Pilot, der immer wieder kleine Checks einlöst, bis hin zum festangestellten Arzt. Immer auf der Suche nach ihm ist Carl Hanratty (Tom Hanks), ein FBI Agent. Die Szenen im FBI Headquarter sind auch sehr amüsant, alle Agenten erscheinen völlig unprofessionell und unerfahren. Dann gibt es noch 4, 5 extrem geniale Szenen, in denen der Charakter von Frank gegenüber dem Zuschauer in Sachen Coolness immer höher gepusht […]

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