Everything from:Frankreich

Renaissance

Paris im Jahre 2054 – der totale Überwachungsstaat. Jede noch so kleine Bewegung wird von einem System namens Avalon gefilmt, so gut wie nie ist man “unsichtbar”. Trotzdem wird eine junge Frau, von Beruf Medizinforscherin, entführt, und so macht sich Detektiv Karas zusammen mit der Schwester der Entführten auf die Suche nach ihr – und entdeckt selbstverständlich eine Verschwörung, die um einiges grösser ist als erwartet… RENAISSANCE ist ein Film Noir. Jedoch: Er ist animiert! Ein im Computer entstandener Detektiv-Krimi für Erwachsene. 2006 brach also nicht nur Del Toro mit seinem Meisterwerk PANS LABYRINTH die Regel, dass Märchen für Kinder sein müssen, auch der französische Regisseur Christian Volckman liefert hier den ersten voll-computeranimierten Kinofilm für Volljährige. Selbst in dem Gewalt-Land USA bekam der Film das so-genannte R-Rating, was aber auch auf die Nacktszenen zurückzuführen ist. Wie auch immer: Renaissance ist ein Kunstwerk, komplett in schwarz und weiss gehalten. Wirklich nur schwarz und weiss, Grautöne gibt es so gut wie keine. Die vielen verschiedenen, komplexen Figuren sind quasi die Grautöne, sind sie doch undurchsichtig und trickreich. Wer ist gut, wer ist böse? Das ist ein Stil, den man noch nie gesehen hat, zumindest nicht über eine Laufzeit von 105 Minuten, das […]

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Angel-A.

Oh mein Gott. Dass Luc Besson seit “The Messenger: The Story of Joan of Arc” im Jahre 1999 bei keinem Film mehr – bis Angel-A nun – Regie geführt hat, erwähnte ich bereits in meinem Bandidas Review. Aber bei wie unglaublich vielen Filmen er in den sechs Jahren Abwesenheit als Produzent oder Co-Produzent an Bord war, ist mir erst seit einem Blick in sein IMDb Profil klar: Taxi 2, The Dancer, Exit, 15 août, Kiss of the Dragon, Wasabi, Chaos and Desire, Peau d’ange, Blanche, The Transporter, Ong-bak, Rire et châtiment, Taxi 3, Happiness Costs Nothing, I, Cesar, Tristan, Fanfan la tulipe, Les Côtelettes, High Tension, Cheeky, Michel Vaillant, Crimson Rivers 2: Angels of the Apocalypse, À ton image, Mensonges et trahisons et plus si affinités…, New York Taxi, B13 – Banlieue 13, Danny the Dog, Ze film, Le Souffleur, Akoibon, Nordeste, Imposture, The Three Burials of Melquiades Estrada, Au suivant!, Transporter 2, Revolver, Entre ses mains, Colour Me Kubrick, Bunker paradise und La Boîte noire. Ich zähle 40 Filme. 40! In sechs Jahren! Von denen circa 10 international groß liefen und ich sogar einen beim Festival de Cannes gesehen habe, The Three Burials of Melquiades Estrada von Tommy Lee […]

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Caché.

Die Handlung von Caché: Ein ganz normaler Arbeitstag des erfolgreichen Moderators einer Bücher-Talkshow, George, geht zu Ende. Normal, wenn da nicht das seltsame Video wäre, dass seine Frau in einer Plastiktüte vor der Haustüre gefunden hätte. Es zeigt nicht viel, das ganze Band beinhaltet nur eine Überwachungsaufnahme des Hauses von George und seiner Familie. Verständlicherweise geraten George und seine Frau trotzdem in leichte Besorgnis, vor allem da dieses Video von erschreckenden, nach Kinder-Gekrackel aussehenden Bildern, weiteren Videokassetten und Anrufen gefolgt wird. Nachdem dann eines Abends auch ihr Sohn nicht nach Hause kommt drehen die Eltern endgültig hol. Zusätzlich wird George noch von schrecklichen Albträumen geplagt und trotz intensiver Suche kommt er seinem Peiniger anscheinend keinen Schritt näher… Dieser Thriller wird so lebensnah erzählt, dass fasst keine Special Effects vonnöten sind um den Zuschauer für die gesamte Dauer des Filmes zu bannen. Sehr ruhige Szenen beherrschen das Geschehen, trotzdem wagt es nach dem dritten gezeigten Tagesabschnitt im Leben Georges keiner mehr auch nur einen Mucks zu machen. Umso heftiger Treffen einen die wenigen Szenen in denen wirklich etwas passiert, da diese völlig unerwartet in den Kinosaal geschmissen werden. Nur sehr langsam, dafür umso eindringlicher wird der Zuschauer auf das Thema von Caché […]

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Cash Truck – Le Convoyeur.

Cash Truck – Le Convoyeur ist ein langsamer, ruhiger Film im gewöhnlichen französischen Stil. Es geht um eine Sicherheitsfirma, die kleinere Geldmengen transportiert und nur eine kurze Zeit von der Übernahme durch Amerikaner steht. Einen Monat vor der Übernahme bewirbt sich plötzlich ein neuer – was genau will er? Hat es mit den Überfällen in der letzten Zeit zu tun? Ist es ein Cop? Bis zum Ende enthüllen sich immer mehr Details, bis wir den vollen Durchblick erhalten. Für einen Actionfilm hat Cash Truck fast zu wenig Action – der Film konzentriert sich mehr auf den Charakteraufbau. Wie verhalten sich die Personen unter Druck? Wie kommen sie mit dem Stress, dem sie konstant ausgesetzt sind, zurecht? Glücklicherweise bleibt der Film sehr realistisch, die tristen Gegenden, in denen der Film spielt, hat jede große Stadt. Die guten Darsteller können den Film aber auch nicht vor ein paar Längen bewahren – teilweise wünscht man sich auch etwas mehr Musik. Cash Truck – Le Convoyeur muss man nicht unbedingt im Kino sehen, aber falls man ihn mal auf DVD oder im Fernsehen erwischt, kann man sich damit nett für kurze Zeit unterhalten. […]

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Blueberry und der Fluch der Dämonen.

Jan Kounen, bekannt geworden durch seinen genialen Actionfilm Dobermann, hat es mit Blueberry und der Fluch der Dämonen geschafft, ein Comic von Mœbius für die große Leinwand aufzubereiten. Allein der Versuch, ein Comic von Mœbius zu verfilmen, ist im Grunde genommen wahnsinnig. Seine Zeichnungen zeichnen sich durch Minimalismus aus, dennoch schafft er es, mit wenigen Strichen ganze Welten und Atmosphären zu kreieren. Die Blueberry Comics sind mir zwar nicht bekannt, die John Difool Reihe liegt allerdings mehrmals gelesen bei mir im Schrank. “Loosly based on the Story by Mœbius” heißt es in den Credits, aber es steckt mehr Mœbius in dem Film, als man erwartet. Vincent Kassel, der Dobermann, hat in Blueberry einmal mehr die Hauptrolle: Er spielt Mike S. Blueberry, einen sehr nachdenklichen, tiefgründigen und zerrissenen Sheriff, der indianisch kann und deswegen von den einen respektiert und von den anderen verachtet wird. Der Film spielt um 1870, als es noch Kriege zwischen, simpel gesagt, Cowboys und Indianern gab. In einem Rückblick am Anfang erfährt man einiges: Blueberry war in den Zwanzigern ein junger, wilder Romeo, der den Damen in Bordellen gerne diente und harte Arbeit mied. Doch eines verhängnisvollen Tages trifft er auf den Gangster Blount, dargestellt durch den […]

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Le Boulet.

Le Boulet ist der Versuch, die guten alten Belmondo Filme wieder auferstehen zu lassen. Doch dies scheitert an mehreren Punkten: Da wäre erstmal die krude Story: Der pseudocoole Gangster Mortés wird zu sieben Jahren Haft verurteilt, nachdem er einen untreuen Gangster erschossen hatte. 47 Tage vor Entlassung gewinnt er 15 Millionen Euro im Lotto – doch ab dem Tage kommt der Wächter, der regelmässig für ihn spielt, nicht mehr zur Arbeit. Montés denkt natürlich, er sei mit seinem Geld abgehauen – doch das ist er natürlich nicht, sondern seine Frau. Die fährt mit dem Lottoschein bei der Dakar Rally durch Afrika – da hetzten Mortés und Wächter Reggio natürlich hinterher. Hinter den beiden ist wiederrum ist Turk her, der an Mortés noch Rache für die Ermodung seines Bruders ausüben will. Soviel zur etwas zu abgespacten Story… Dann verdirbt der Versuch, mit Musik und Effekten einen Blaxpotation Film herzustellen, den Stil vom Film komplett. Übrig bleiben schlechte Haupt- und Nebendarsteller, nur der böse Gangster Turk schafft es, zu überzeugen. Und das einzige, was den guten alten James Bond Gegener Beisser dazu veranlasst haben könnte, bei diesem Quatsch mitzumachen, ist ein leeres Bankkonto. Gut, ein paar Witze sind okay, wie zB der […]

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