Everything from:thriller

Auslöschung – Annihilation

Science Fiction ist für mich nach wie vor eines der spannendsten Genres des Kinos, wenn nicht sogar das Spannendste. Ich nehme jeden SciFi Film mit, der erscheint, und fange zumindest so gut wie jede SciFi Serie an, um zu sehen, ob sie mich in fremde Welten entführt. Manchmal klappt das und man wird mehr als nur belohnt: Von Serien wie Firefly, die voll magischer Figuren und Momente sind, über Filme wie Interstellar, die Emotionen in mir herauskitzeln, die ich vorher nicht kannte. Kein anderes Genre kann auch so viel Spaß machen wie SciFi, man denke nur an Filme wie Alien, zugleich einer der besten Horrorfilme aller Zeiten, oder den kürzlich gelaufenen The Martian, der auch als Komödie durchgehen könnte. SciFi ist ein fantastischer Sandkasten und lässt sich toll mit anderen Genres verschmelzen, Sunshine oder Solaris sollte man auch noch als Beispiele nennen. Auch Auslöschung zähle ich in Zukunft mit dazu. Mal kurz das Rad neu erfinden Und dann kommt ein Film wie Auslöschung daher, der im Original Annihilation heißt und so deutlich besser klingt, und es tatsächlich schafft, eine komplett neue Story zu erschaffen. Obwohl es erstmal gar nicht so frisch und neu klingt, wenn man es anreißt: 5 Frauen, […]

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Renaissance

Paris im Jahre 2054 – der totale Überwachungsstaat. Jede noch so kleine Bewegung wird von einem System namens Avalon gefilmt, so gut wie nie ist man “unsichtbar”. Trotzdem wird eine junge Frau, von Beruf Medizinforscherin, entführt, und so macht sich Detektiv Karas zusammen mit der Schwester der Entführten auf die Suche nach ihr – und entdeckt selbstverständlich eine Verschwörung, die um einiges grösser ist als erwartet… RENAISSANCE ist ein Film Noir. Jedoch: Er ist animiert! Ein im Computer entstandener Detektiv-Krimi für Erwachsene. 2006 brach also nicht nur Del Toro mit seinem Meisterwerk PANS LABYRINTH die Regel, dass Märchen für Kinder sein müssen, auch der französische Regisseur Christian Volckman liefert hier den ersten voll-computeranimierten Kinofilm für Volljährige. Selbst in dem Gewalt-Land USA bekam der Film das so-genannte R-Rating, was aber auch auf die Nacktszenen zurückzuführen ist. Wie auch immer: Renaissance ist ein Kunstwerk, komplett in schwarz und weiss gehalten. Wirklich nur schwarz und weiss, Grautöne gibt es so gut wie keine. Die vielen verschiedenen, komplexen Figuren sind quasi die Grautöne, sind sie doch undurchsichtig und trickreich. Wer ist gut, wer ist böse? Das ist ein Stil, den man noch nie gesehen hat, zumindest nicht über eine Laufzeit von 105 Minuten, das […]

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Guta – A Bloody Aria

Eine blutige Arie verspricht der Titel, und eine blutige Arie bekommt der Zuschauer auch! Guta, so der koreanische Titel, ist der zweite Film von Regisseur Shin-yeon Won nach The Wig. Die Story von Guta – A Bloody Aria ist recht simpel: Ein Musik-Professor und seine Studentin sind auf dem Autobahn nach Seoul unterwegs, die Studentin hat wohl gerade für eine Oper oder ähnliches vorgesungen. Doch dann überfährt der Professor unabsichtlich eine rote Ampel, nachdem er mal wieder unachtsam auf die langen Beine seiner hübschen Studentin geguckt hatte – und schon hat er einen Polizisten im Nacken. Zwei Strafzettel bekommt er, und regt sich sichtlich darüber auf – so sehr, dass er letztendlich den Polizisten beleidigt und davon rast. Um sich mit seinem wundervollen weißen Benz vor dem Polizisten zu verstecken, macht er Halt auf einer Art Parkplatz nahe einem Fluss. Kaum zehn Filmminuten später ist es dann auch schon so weit, und die Tragödie beginnt: Der Professor versucht, die Studentin zu vergewaltigen. Doch diese schafft es, ihn abzuwimmeln – fürs erste. Doch kaum versteht der Professor, dass die Studentin noch Jungfrau ist, versucht er zum zweiten Male, sie zu vergewaltigen. Das liest sich jetzt bestimmt verrückt, ist aber mit so seltsamer […]

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Caché.

Die Handlung von Caché: Ein ganz normaler Arbeitstag des erfolgreichen Moderators einer Bücher-Talkshow, George, geht zu Ende. Normal, wenn da nicht das seltsame Video wäre, dass seine Frau in einer Plastiktüte vor der Haustüre gefunden hätte. Es zeigt nicht viel, das ganze Band beinhaltet nur eine Überwachungsaufnahme des Hauses von George und seiner Familie. Verständlicherweise geraten George und seine Frau trotzdem in leichte Besorgnis, vor allem da dieses Video von erschreckenden, nach Kinder-Gekrackel aussehenden Bildern, weiteren Videokassetten und Anrufen gefolgt wird. Nachdem dann eines Abends auch ihr Sohn nicht nach Hause kommt drehen die Eltern endgültig hol. Zusätzlich wird George noch von schrecklichen Albträumen geplagt und trotz intensiver Suche kommt er seinem Peiniger anscheinend keinen Schritt näher… Dieser Thriller wird so lebensnah erzählt, dass fasst keine Special Effects vonnöten sind um den Zuschauer für die gesamte Dauer des Filmes zu bannen. Sehr ruhige Szenen beherrschen das Geschehen, trotzdem wagt es nach dem dritten gezeigten Tagesabschnitt im Leben Georges keiner mehr auch nur einen Mucks zu machen. Umso heftiger Treffen einen die wenigen Szenen in denen wirklich etwas passiert, da diese völlig unerwartet in den Kinosaal geschmissen werden. Nur sehr langsam, dafür umso eindringlicher wird der Zuschauer auf das Thema von Caché […]

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Deadly Cargo.

In DEADLY CARGO rettet sich eine bunt zusammengemischte Gruppe von Schiffbrüchigen auf einen seltsamen Tanker, der anscheinend illegale Tiere wie Affen und Schlangen transportiert. Schnell wird der Gruppe klar, dass sie nicht entdeckt werden sollten, falls sie überleben möchten, da die Besatzung vor Mord nicht zurückschreckt. Doch in der Gruppe befindet sich eine schwangere Frau. Als diese von einer Ratte gebissen wird und ihr Mann von ihr sich auf die Suche nach einem Erste-Hilfe-Kasten macht und von der Besatzung entdeckt wird, geht ein Katz-und-Maus Spiel los… Wenn der Film nicht voll mit abgelutschten Klischees wäre, nicht so langatmig und teilweise auch einfach nicht so stinklangweilig wäre, hätte es ein guter Thriller werden können. Doch hier werden alle Optionen verspielt. Die Charaktere in der Gruppe sind alle sehr seltsam und unglaubwürdig, der Showdown ist… kurz und vorhersehbar. Zwar gibt es die eine und andere unerwartete Wendung, aber retten tut dies diesen Pep-losen Film leider nicht. Die Filmemacher hätten sich mehr auf Story und Figuren konzentrieren sollen, anstatt sich von dem Ort, an dem der Film spielt, so vereinnahmen zu lassen. Der Tanker hat zwar eine tolle Atmosphäre mit alle den Engen Gängen und Ecken, aber der Film selbst ist nicht so […]

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Bittersweet Life.

DAL KOM HAN IN-SAENG von Ji-woon Kim lief in Cannes unter dem Namen BITTERSWEET LIFE, und genau ein solches bittersüßes Leben führt der etwa Mitte 20-jährige Kim. Er ist absolut loyal zu seinem Boss, und gehört anscheinend einer Art Triade an. Er kümmert sich um ein edles Restaurant für den Boss, und die Anfangssequenz im Film macht sofort klar, dass Kim seinen Job mit allem Ernst durchführt: Da kommen unerwünschte Gäste zum essen, und nachdem er ihnen drei Sekunden gibt, aufzustehen und zu verschwinden, diese aber nichts tun, wird er handgreiflich. Die eigentliche Story beginnt aber, als sein Boss für ein paar Tage verreisen muss, und ihm den Auftrag gibt, sich um seine Freundin zu kümmern, diese herumzufahren und auf sie aufzupassen. Noch ist es nicht richtig die Freundin vom Boss, aber er beschenkt sie wie ein Verrückter und will sie als solche gewinnen. Kim fährt also zu dieser Freundin und merkt sofort, dass dies kein Auftrag ist, den man mit Gewalt lösen kann, es wird sogar noch viel schlimmer, denn er verliebt sich in sie. Er soll sofort den Boss anrufen, wenn etwas passiert, aber genau dies tut er nicht, als er diese Freundin mit einem Anderen im Bett […]

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A History Of Violence.

A HISTORY OF VIOLENCE wirkt auf den ersten Blick überhaupt nicht wie ein Film von Cronenberg. Und auf den zweiten auch nicht. Nein, der ganze Film ist überhaupt nicht im Cronenberg Stil! Aber auch ohne den Cronenbergschen Wahnsinn kann er überzeugen und macht richtig viel Spaß. Es geht um Tom Stall, der in einem ruhigen Dorf mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt. Es ist ein Dorf, und das wird auch sehr schnell klar gemacht, in dem jeder jeden kennt und man sich gegenseitig hilft. Tom hat ein kleines Cafe, seine Frau ist Anwältin und die beiden Kinder gehen noch zur Schule. Eine ganz normale Familie, sozusagen. Doch eines Tages kommen zwei Verbrecher in Toms Cafe, und die Situation eskaliert. Doch Tom reagiert blitzschnell und bringt in einer unglaublichen Sequenz im Alleingang die beiden Verbrecher um. Bei dieser Sequenz ist der Mann hinter der Kamera allerdings unverkennbar: Da werden die Verletzungen der beiden umgebrachten Verbrecher einfach nochmals drei Sekunden lang in Nahaufnahme gezeigt. Exzessive Gewaltdarstellung, wie man sie seit KILL BILL nicht mehr gesehen hat! Danach wird Tom natürlich als Held gefeiert, doch da sein Gesicht plötzlich auf allen Fernsehkanälen in den USA zu sehen ist, kommen noch mehr […]

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Die Dolmetscherin.

DIE DOLMETSCHERIN beginnt wie ein guter Hitchcock: Ganz ruhig, ganz langsam, aber unterschwellig immer spannend. Nicole Kidman spielt die Dolmetscherin Silvia Broome, die für die UN arbeitet. Wir lernen sie direkt beim ausüben ihres Jobs kennen, bei einer großen UN Versammlung. Doch die Versammlung wird wegen eines Sicherheitsrisikos abgebrochen. Als sie später wieder in das Gebäude zurückkehrt, da sie ihre Tasche vergessen hat, hört sie flüstern aus einem Kopfhörer. Sie nimmt allerdings nur den Satz “…der Lehrer wird den Saal nicht lebend verlassen…” wahr – und flüchtet, als sie aus Versehen das Licht anmacht und entdeckt wird. Erst am nächsten Tag wird ihr klar, wer dieser “Lehrer” ist – ein afrikanischer Diktator namens Zuwanie. Natürlich behält sie daraufhin diese Informationen nicht für sich, und macht sehr schnell Bekanntschaft mit dem Secret Service. Dieser kommt in Form von Sean Penn alias Tobin Keller – und ist anfangs eher feindlich als kooperativ. Daran ist unter anderem die afrikanische Vergangenheit Broomes Schuld – ihre Eltern wurden nämlich von Landminen jenes Diktators getötet. Doch versucht tatsächlich nur, wie ihr vorgeworfen wird, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, oder sind all Ihre Verbindungen zum Diktator rein zufällig? DIE DOLMETSCHERIN hat leider als Thriller völlig gesagt. Zwar […]

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